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Mai 2012
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Archiv der Kategorie Diskussions Café

über den Tellerrand hinaus!

Immer wieder fällt bei mir Diskussionen auf, dass viele fachliche Probleme nie in strukturellen Kontexten gesehen werden.

Immer wieder wird versucht mit Kosteneinsparungen in der eigenen Arbeit/Einrichtung fertig zu werden- mit Kostenträgern wird aber wenig gesprochen. Oft habe ich dieses Gefühl von 2 Fronten: Die bösen SozialarbeiterInnen im Amt und die armen SozialarbeiterInnen, die noch mit Klienten arbeiten müssen.

Obwohl ich in Kooperationsgesprächen mit Ämtern immer wieder feststelle, dass die  SozialarbeiterInnen oder anderen Fachkräfte sehr wohl von den Problem wissen…nur dort wird auch versucht diese im Amt zu lösen.

Oder hat offenbar schon aufgegeben.

“Was soll ich denn da tun?” und  “Kann man denn da wirklich was machen ?” höre ich oft.

Ja ich denke schon, jede/r kann diese Themen öffentlich machen und sich in Berufsverbänden und Gewerkschaften engagieren.

Komischerweise ist so etwas offensichtlich so wenig bekannt, dass ich immer wieder erschrocken bin.

Noch viel erschreckender für mich: So oft habe ich den Eindruck, dass gar keine Kraft mehr da ist für das Wichtige…

Die Kraft um selber über den eigenen Tellerand zu schauen !

Vetrauen ist gut, Kontrolle ist besser?!

Heute habe ich erfahren, dass ein kooperierendes Sozialamt die Zahlung der Fachleistungsstunden verweigert.

Die Begründung : man könne ja nicht kontrollieren , ob die Termine und Gespräche tatsächlich statt gefunden haben und Klienten könne man ja auch nicht trauen…

Arbeitsverhältnisse:Bedingungen verbessern oder besser ablehnen?!

Ich habe das, was man als prekäres Arbeitsverhältnis bezeichen kann.

Trotzdem bin ich sehr zufrieden, da ich an meinen Arbeitsplatz auf Misstände hinweisen kann, fachliche Reflexion ist möglich und wird bezahlt, fachliche Weiterentwicklung und Psychohygiene ist möglich und wird gefördert. Ich habe eine gute Teamatmosphäre und die Arbeit macht mir Spaß.

Allerdings frage ich mich, ob ich ungünstige Arbeitsverhältnisse durch das Annehmen solcher Arbeitsverträge nicht auch immer wieder unterstütze…

Dokumentation oder Rechtfertigung?

Angeregt durch die heutige Diskussion im Diskussionscafé ist mir diese Frage deutlich geworden.

Ich finde meine tägliche Dokumentation auf Arbeit sehr wichtig. Ich kann deutlich machen , welchen Prozess ich bei einem Klienten unterstütze und auch wieviel Zeit dies in Anspruch nimmt.

Allerdings muss auch eine Planung aufweisen und mich in “Zeitbudgets” bewegen. Dazu muss ich auch die benötigte Arbeitszeit für meine Dokumentation nachweisen.

Für mich war das bisher sehr unproblematisch, da ich in dieser Spalte ebenso ein Reflexionsgespräch eintrage, als auch die Zeit die ich für die Dokumentation und Begleitung von Verwaltungsabläufen dort kenntlich mache.

Bei meinem Arbeitsplatz kann ich damit aber auch nachweisen, wenn mir die Zeitbudgets zu knapp werden und eine Lösung (dafür keine andere Aufgaben übernehmen müssen,…) mit meiner Leitung besprechen.

Alles in allem habe ich  einen sehr konstruktiven Umgang damit erlebt.

Offenbar wird dies in vielen anderen Bereichen aber anders gehandhabt und die Dokumentation scheint mir eher eine Rechtfertigung dafür zu sein, warum jemand ach so teure Arbeitsstunden in vermeintlich unmotivierte Klienten investiert.

Die Ökonomisierung lässt grüßen…

Man gewöhnt sich auch an alles?!

Ich habe heute für meine Kollegen eine Einführung in eine spezifische Fallbearbeitung in unserem Arbeitsfeld gegeben.

Zu Beginn habe ich auch kurz etwas über den theoretischen Zugang erklärt.

Erst danach ist es mir aufgefallen:

Ich habe erwähnt, dass das Konzeot ca. 35 Jahre alt ist und bestimmte Maximen immer noch nicht erfüllt sind. Obwohl es sich auf einen Bundesbeschluss stützt.  Alle haben das brav abgenickt und mir kam das selber nicht besonders bemerkenswert vor.

Nun frage ich mich - haben wir uns Tatsache schon daran gewöhnt, dass es überall Defizite gibt?

Finden wir aller Logik zum Trotz offensichtliche Mängel nicht mal mehr bemerkenswert???

Sind massive Probleme in Arbeitsbereichen der Sozialen Arbeit wirklich normal?

Bericht 3. DiskussionsCafé

„Perspektive für SozialpädagogInnen – unter Wert verkaufen oder gleich Hartz IV“. Dies war das Thema des letzten Diskussionscafés, zu dem sich wieder Studenten in der FH Jena getroffen haben.

Die Entwicklung der Sozialen Arbeit ist in den letzten Jahren von höchst widersprüchlichen Entwicklungen gekennzeichnet. Auf der einen Seite kann ein hohes quantitatives Wachstum an Erwerbstätigen festgestellt werden, auf der anderen Seite verzeichnen verschiedene Arbeitsfelder massive Einbrüche. Die Zahl der Teilzeit- und befristeten Arbeitsverhältnisse steigt, immer mehr Tätigkeiten werden an unter prekären Bedingungen tätige „Selbständige“ ausgelagert und überall sind Bemühungen erkennbar, das Qualifikationsniveau der Beschäftigten abzusenken, um niedrigere Gehälter bezahlen zu können.

Durch befristete Arbeitsverträge entsteht jedoch eine Unsicherheit für den Arbeitnehmer, welche sich negativ auf seine Arbeit auswirken kann. Auch ein langfristiger Vertrauensaufbau zum Klienten ist in einem begrenzten Zeitraum schwer möglich. Im schlimmsten Fall kann dies zu einer wirkungslosen Sozialen Arbeit führen, aus der keine positiven Effekte hervorgehen können. Häufig versuchen SozialarbeiterInnen doch noch das Beste aus der Situation zu machen, opfern sich für ihren Beruf und ihre Klienten auf und versuchen sich unentbehrlich zu machen. Letztendlich auch in der Hoffnung ihr Arbeitsverhältnis würde dadurch verlängert werden.

Auch Teilzeitstellen scheinen einen Boom zu erleben, obwohl die anfallende Arbeit nur mit Vollzeitstellen gedeckt werden könnte. In der Folge führt dies dazu, dass viele Teilzeitkräfte mehr arbeiten, was oftmals durch den Arbeitgeber schon eingeplant wird. Hier ist vor allem das Selbstbewusstsein der SozialarbeiterInnen gefragt, auf solche Missstände aufmerksam zu machen und dem Arbeitgeber darzulegen, dass eine wirkungsvolle Soziale Arbeit nur unter bestimmten (dies meint nicht nur zeitliche) Voraussetzungen möglich ist. Das heißt aktiv gegen Ausbeutungsmechanismen vorzugehen – nicht allein, sondern gemeinsam mit Kollegen.

Die Frage nach der Vergütung in der Sozialen Arbeit war eine weitere Diskussionsgrundlage des Treffens. Persönliche Erfahrungen der Diskussionsteilnehmer zeigten, dass klientenferne Tätigkeiten in der Praxis besser bezahlt werden als die Jobs, die näher am Klienten sind. Dies fördert nicht nur eine Zwei-Klassen Sozialarbeit, sondern führt auch zu einer Geringschätzung derer, die mit der schwierigsten Klientel arbeiten.

Laut Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes bezieht ein staatlich anerkannter Sozialarbeiter für eine Vollzeitstelle 2300 € brutto im Monat. Doch gerade Freie Träger haben oft eigene Haustarife, was auch eine geringere Vergütung bedeutet. In Thüringen liegt somit der durchschnittliche Bruttolohn eines Sozialarbeiters bei 1500 €. Zu Recht stellten sich hier die Diskussionsteilnehmer die Frage, ob dieser Lohn nach einem vierjährigen Hochschulstudium gerechtfertigt ist? Gerade in Bewerbungsgesprächen scheuen sich die meisten Bewerber den Punkt Vergütung anzusprechen, geschweige denn zu verhandeln. Doch die Gefahr in eine „Gehalts-Abwärtsspirale“ zu geraten ist groß und wirkt sich schließlich auch auf das gesamte Berufsfeld aus. Doch gerade im Bewerbungsgespräch kann und sollte man sich nicht unter Wert verkaufen und deutlich machen wo die eigenen Stärken liegen und welche Erfahrungen man hat. Arbeitgeber, die qualifizierte Kräfte brauchen, werden diese auch entsprechend bezahlen. Aushandlungsprozesse gibt es nicht nur in der Arbeit mit den Klienten. Warum nicht also auch im Bewerbungsgespräch?

Wie sich im Laufe der Diskussion herausstellte, war der Aspekt Geld nicht das einzige ausschlaggebende Kriterium eine Stelle anzunehmen. Vielmehr standen ein sicheres Arbeitsverhältnis und ein gutes Betriebsklima im Vordergrund. Die Diskussionsteilnehmer waren sich darüber einig, dass gute Soziale Arbeit nur geleistet werden kann, wenn Sicherheit bei den SozialarbeiterInnen besteht und ein gutes Miteinander im Team gegeben ist. Vor allem die Anerkennung der geleisteten Arbeit ist Motivation eine Tätigkeit langfristig auszuüben.

Bei all den Schwierigkeiten, die in der Praxis auftauchen, ist es nicht verwunderlich, dass viele Studenten Angst haben nach ihrem Studium keine Arbeit zu finden, oder auch in prekären Arbeitsverhältnissen zu landen. In der Diskussion bemerkten einige Teilnehmer, dass sie weniger gut bezahlte Jobs annehmen würden, um überhaupt Arbeit zu haben. Doch ist diese Angst der Studenten tatsächlich begründet? Aus den Zahlen der Agentur für Arbeit geht hervor, dass ein sehr großer Bedarf an SozialarbeiterInnen besteht. Viele Arbeitnehmer sind älter als 45 Jahre, so dass auch in Zukunft junge SozialarbeiterInnen gefragt sind. Weiterhin zeigt sich, dass drei Viertel der FH-Absolventen nach spätestens einem Jahr einen Arbeitsplatz vorweisen konnten. Jedoch sollte man sich bewusst sein, dass zwei Drittel der Stellen im Sozialen Bereich bundesweit nicht ausgeschrieben sind. Es ist also sehr hilfreich sich frühzeitig zu vernetzen und während des Studiums/Praktikums Kontakte zu knüpfen. Viele Studenten bekommen auf diese Weise ihren Berufseinstieg. Die Angst keine Stelle zu bekommen ist also unbegründet. Legt man diese Angst jedoch nicht ab, führt das schnell dazu prekäre Beschäftigungsverhältnisse anzunehmen und fördert somit Ausbeutung und sinkende Löhne.

Während der Diskussion wurde bei den Studenten deutlich, dass ein großer Bedarf an Aufklärungsarbeit bzgl. hochschulinterner Gremien, Berufsverbände, Tarifverträge, Arbeitsrecht etc. besteht. Vor allem auch der Aufbau einer Berufsidentität und Möglichkeiten der Mitbestimmung scheinen von großer Bedeutung zu sein, jedoch fehlt es auch hier an Transparenz und Informationen. An dieser Stelle sind insbesondere die Hochschulen und Professoren gefragt die nötigen Informationen frühzeitig zu vermitteln. Nur so können die Studenten von Beginn an sensibilisiert und informiert werden. Als eine gute Möglichkeit bietet sich das Mentoring an, welches dafür genutzt werden könnte. Dies kann letztlich nicht nur die Identitätsbildung des Einzelnen außerhalb der Fachhochschule, sondern auch der Profession Soziale Arbeit im Ganzen stärken.

Transparenz mit Grenzen?!

Angeregt durch aktuelle politische Diskussionen habe ich über den eigenartigen Umgang mit Informationen nachgedacht.

Zum Beispiel höre ich öfter bei Kooperationspartnern verwunderte Nachfragen, wenn ich Klienten Information bzgl. Versorgungsstrukturen, gesetzlicher Regelungen oder Absprachen gebe.

Inhaltlich geht das alles in die Richtung, ob es denn gut sei, wenn “die” (gemeint sind Klienten) das alles wüssten usw usw.

Ich frage mich dann immer, warum denn nur?

Sollten wir nicht soweit sein, uns bewusst und konstruktiv mit den Machtstrukturen in der Sozialen Arbeit auseinander zu setzen und ist die Formulierung “verhandeln statt behandeln” nicht schon alt genug , um endlich in der Praxis angekommen zu sein?

Transparenz ist für mich ein Arbeitsprinzip, dass meiner Meinung nach keine Grenzen haben sollte- natürlich auf die Arbeitsinhalte bezogen. Ich denke nicht, dass ich das Recht habe Informationen für meine Klienten zu zensieren.

Bericht 2. DiskussionsCafé vom 16.11.2010

„Diplom vs. Bachelor – Auslaufmodell vs. Versuchskaninchen“ war das Thema unseres zweiten Diskussions-Cafés. Am 16.11.2010 diskutierten Diplom- und BA-Studenten über die Vor- und Nachteile beider Studiengänge, sowie über Schwierigkeiten und Probleme, die in dem neuem BA-Studiengang auftreten. Diesmal sollte die Gesprächsrunde vorrangig dazu dienen, Vorurteile abzubauen und Aufklärungsarbeit zu leisten.

Zu Beginn standen, wie erwartet, auch zahlreiche Fragen im Raum, auf die versucht wurde Antworten zu finden. Die wichtigste Frage war: Warum fühlen sich die BA-Studenten in ihrem Studium gehetzt und scheinen dadurch unter einem enormen Leistungsdruck zu stehen?

Dahingehend wurden zunächst die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Studiengänge diskutiert. Festgestellt haben die Teilnehmer, dass die Anzahl der theoretischen Semester in beiden Studiengängen gleich ist, den BA-Studenten durch das Praxisprojektes jedoch viel Zeit „geraubt“ wird. Letztlich bleibt so weniger Zeit für die gleiche Menge Lernstoff.

Ein weiteres Problem scheinen die Umsetzung der Module und die damit verbundenen Leistungsnachweise zu sein. Jedes Modul muss mit einer Leistung abgeschlossen werden und es zählen alle Noten ab dem ersten Semester. Die Diplomstudenten hatten hier Vorteile, da alle Noten des Grundstudiums nicht in das Diplomzeugnis einfließen und somit im Grundstudium eine gewisse Gelassenheit vorhanden war. Auch scheinen die geteilten Module für die BA-Studenten ein Problem darzustellen, da sie auch für eine Leistung, die letztlich nur eine 10%ige Wertigkeit hat, 100% Einsatz erfordert. Die Studenten waren sich im Gespräch einig, dass dadurch ein Missverhältnis zwischen Aufwand und Erfolg entsteht, was wiederum den Druck erhöht.

Weiterhin stellt das fehlende praktische Semester einen großen Verlust dar. Es können weniger Erfahrungen gesammelt und in der Theorie reflektiert werden. BA- und Diplomstudenten stellten während der Diskussion auch übereinstimmend fest, dass gerade nach dem praktischen Semester die Besonderheiten und der Bezug zur Sozialen Arbeit erst deutlich werden.

Nach dem Praktikum haben die BA-Studenten weniger Zeit zur Selbstreflektion, beenden das Studium eher und fühlen sich dadurch unvorbereitet für das Berufsleben. Dies scheint aber auch bei vielen Diplomstudenten der Fall zu sein, so dass hier im Gespräch ein wenig Mut aufgebaut und Angst abgebaut werden konnte.

Vorurteilsbehaftet ist das Verhältnis zwischen Diplom- und BA-Studenten und gab somit weiteren Anlass zur Diskussion. Benachteiligungen sehen die BA-Studenten darin, dass sie den gleichen Lernstoff vermittelt bekommen, aber einen akademisch niedrigeren Abschluss am Ende des Studiums erhalten. Führt dies nicht dazu, dass BA-Studenten bessere Noten schreiben müssen, um konkurrenzfähig gegenüber Diplomanden zu sein? Hier stand die Frage im Raum, wie man plausibel machen kann, dass es kaum Unterschiede zum Diplomstudiengang gibt. Einige Möglichkeiten wurden diskutiert, die im Weiteren im Fachbereich zu prüfen wären.

Auch der gesellschaftliche Druck scheint sich bei den BA-Studenten bemerkbar zu machen. Immer mehr Studenten sollen in immer kürzerer Zeit einen Abschluss erhalten. Zeit zum Reifen und zum Aufbau einer sozialpädagogischen Grundhaltung bleibt da nicht.

Am Ende der Diskussion wurden Wünsche der BA-Studenten geäußert, die in Zukunft berücksichtigt werden sollten.  Ein großes Interesse bestand vor allem darin, eine Sicherheit zu haben, Leistungen erbringen zu können ohne diese „vor sich her schieben zu müssen“ weil Seminare überfüllt sind. Außerdem sollten die Anforderungen an die Leistungen transparent sein und eine Klarheit darüber bestehen, welche Seminare im nächsten Semester angeboten werden. Weiterhin besteht der Wunsch, die Orientierungspraktika mehr zu reflektieren, um so bereits im Grundstudium eine Grundhaltung aufbauen zu können. Letztlich sollte auch die Umsetzung des Praxisprojektes überarbeitet werden, da dies im Theoriesemester sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.

Insgesamt konnten während der Diskussion viele Vorurteile und Missverständnisse beseitigt werden. Mögliche Vorschläge und Wünsche werden an den Fachbereich weiter gegeben, so dass nachfolgende BA-Studiengänge mit etwas mehr Gelassenheit an das Studium gehen können und auch, anstatt Druck, mehr Zeit zum Studieren und zur Persönlichkeitsentwicklung haben.

Kein Budget

Neulich im Büro: eine Kollegin von mir ist nach einem längeren Telefonat sichtlich genervt.

Als ich Nachfrage , gibt sie an mit einer Sachbearbeiterin der Agentur für Arbeit gesprochen zu haben. Es ging um die Abklärung der Zuständigkeit wegen der Kostenübernahme der beruflichen Rehabilitation .

Die Antwort der Sachbearbeiterin: Dieses Jahr gäbe es kein Budget mehr für diese Leistungen.

Ich frage mich immer noch wie dies bei gesetzlich verankerten Rehabilitationsleistungen möglich ist.

Rehabilitation Leidensgerecht

Ich bin Berufseinsteigerin und nun zum ersten Mal im Rahmen einer Hilfeplankonferenz auf den Begriff leidensgerechte Berufe gestoßen. Gemeint sind geeignete Arbeitsbereiche bei der beruflichen Rehabilitation.

Ich war schockiert über diese Begriff!!!

Die Idee nach einer längeren Erkrankungsphase und bei  gewissen erkrankungsbedingten Beschwerden nicht in jedem Arbeitsbereich mehr tätig sein zu können, ist mir klar .Nur nach einiger Recherche habe ich einen Leitfaden zu leidensgerechten Berufen gefunden. Darin ist mehr oder weniger ein “Katalog” aufgeführt, mit welcher Erkrankung man in welchen Arbeitsbereich tätig sein “darf”.

Wer  lieber in einem anderen Bereich rehabilitieren möchte - Pech gehabt! Dann gibt es eben keine Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben!

Innerhalb des Hilfeplangespräches war es mir nicht möglich mit fachlichen Argumenten gegen diesen Blödsinn anzukommen.  Obwohl eine individuellere Lösung nicht nur sinnvoller, sondern auch weit aus günstiger für die Kostenträger wäre…