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7.5.2010 von m.s..
die letzten Vorbereitungen
Sie war sehr erfolgreich und gut besucht (über 50 Studierende, 6 ProfessorInnen, ein knappes Dutzend Ehemalige). Die Verbände waren alle vertreten und haben sich bereit gefunden, statt lange Vorträge über sich zu halten, mit uns zu diskutieren, sich die Fragen und Forderungen der Studierenden anzuhören und „ihre Hausaufgaben“ mit zu nehmen. Es wurde drei Stunden diskutiert, es wurden Probleme aufgeworfen, Fragen gestellt und Ideen entwickelt. Die Arbeitsgruppe hat sich vergrößert und wird am Ball bleiben. Eine wichtige Aufgabe wird es sein, jüngere Matrikel in diese Thematik einzubinden, denn die Anwesenden waren fast alles Studierende des Diplomstudienganges in den Abschlusssemestern. Was ist mit unseren gestressten Leuten vom Bachelor-Studiengang, was mit den nachrückenden Jahrgängen?
Die Rückmeldung der TeilnehmerInnen war sehr positiv. Nicht nur die Organisation wurde in den grünen Klee gelobt (war auch super, hat richtig Spaß gemacht!) auch der Verlauf und die Inhalte wurden von fast allen als interessant und wichtig bezeichnet. Drei Teilnehmer haben uns explizit für die Veranstaltung gedankt!
Manche hätten sich aber doch mehr konkrete Informationen über die Verbände und über die Unterschiede zwischen ihnen gewünscht und mehr konkrete Informationen über die Rechte am Arbeitsplatz. Das lässt sich ja gut nachholen.
Für unsere FH kam die klare Botschaft: Kümmert euch um die (berufs-)politische Bildung eurer Studierenden, überstützt sie mit Informationen, mit politischen Themen in den Seminaren, macht die berufspolitischen Anligen zum Thema in Reflexionen und in Projekten.
in der “Denkpause” am Büffet
In einigen Tagen wird sich die Arbeitsgruppe zur Auswertung und weiteren Planung bei einem gemütlichen Arbeitsessen treffen.
Es hat ja alles eigentlich auch erst eben angefangen….
Dennoch hat mich diese Veranstaltung sehr nachdenklich gestimmt.
Darüber demnächst.
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4.5.2010 von m.s..
3. Wir fürchten uns davor, in dieser Situation als EinzelkämpferInnen dazustehen!
Wenn wir in der Praxis solche Bedingungen vorfinden werden, was können wir dann machen, wer kann uns helfen?
Brauchen wir Gewerkschaften oder Berufsverband erst, wenn wir konkrete Probleme haben oder macht es Sinn, dort sozusagen präventiv mitzuarbeiten?
Sind Gewerkschaften und Berufsverband nur für Berufstätige nützlich oder auch schon für Studierende?
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1.5.2010 von m.s..
2. Besteht die Gefahr, dass wir das hier an der FH Gelernte in der Praxis gar nicht mehr anwenden können, weil die Praxis qualifizierte und professionelle Soziale Arbeit überhaupt nicht mehr will und gebrauchen kann? ?
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29.4.2010 von m.s..
bei unserer Veranstaltung soll es nicht einfach um eine Infomationsveranstaltung zum Thema Gewerkschaften und Berufsverband gehen. Die sind unsere Gäste und von Ihnen wollen wir einiges wissen. Mit ihnen wollen wir diskutieren:
Z.B.
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26.4.2010 von m.s..
Wie kann es heute gelingen, werdende Soziale ArbeiterInnen wieder für politische Fragen und für kritische Positionen aufzuschließen und die Bereitschaft zu unterstützen und zu fördern, sich zusammen gegen das zu wehren, was man nicht akzeptieren kan?
Ich habe vor einem Jahr begonnen, an unserer FH einen Schritt in diese Richtung zu tun. Wir haben vor ca. 2 Jahren als geschlossene Fachgruppe Soziale Arbeit eine Zukunftswerkstatt gestartet, über die ich hier ausführlich berichtet habe. Danach war zwar in vielen Seminaren Manches Thema, was vorher kaum denkbar war und es wurden immer wieder Diskussionen geführt über die Frage, was eine Politisierung der Sozialen Arbeit und der Sozialarbeitenden eigentlich bedeuten würde. Aber alles blieb nur im Seminarrahmen.
Irgendwann im letzten Jahr habe ich dann versucht, anknüpfend an das große Interesse an der damaligen Zukunftswerkstatt und an einem meiner Seminare mit dem schönen Titel: “Aktivierung- oder wie man in alte sozialpädagogische Schläuche neoliberalen Essig füllt”", Studenten zu einer Arbeitsgruppe zu anzuregen, die sich um weitere Schritte Richtung Aktivierung (in unserem Sinne) der Studierenden bemüht.
Von Anfang an bestand die Idee, eine Veranstaltung zu organisieren, bei der Studierende u. a. mit VertreterInnen des Berufsverbandes und der Gewerkschaften diskutieren könnten, welche Möglichkeiten für gemeinsame, kritische Zusammenarbeit entwickelt werden können: jetzt, im Studium und vor allem in der Zeit nach dem Examen, nämlich in der Praxis.
Schon bei den ersten Überlegungen wurde deutlich: wenn die anderen Kommilitonen erreicht werden sollen, müssen Wort vermieden werden, die heute offenbar abschreckend wirken: also Worte wie “kämpfen”,”Gewerkschaften”, selbst das Wort “Politik”. Anknüpfen müsse man, so die StudentInnen, an der ganz persönlichen Betroffenheit, an der Angst, später im Berufsleben als isolierte Einzelkämpfer unter die Räder zu kommen, im Prekariat zu enden oder Soziale Arbeit unter Bedingungen machen zu müssen, die eine qualifizierte und für Klienten parteiliche Arbeit gar nicht ermöglichen. Das haben wir nun also versucht.
Nächste Woche wird diese Veranstaltung stattfinden. Unsere Gäste sind eingeladen und werden kommen. Wir haben im Fachbereich ausführlich für diese Veranstaltung geworben und uns viele Gedanken um die Gestaltung und den Ablauf gemacht - und was danach vielleicht möglich sein wird.
Ich habe mich, als Professorin, immer wieder versucht, weitgehend aus den Aktivitäten zurückzunehmen und die Verantwortung und die Initiative den Studierenden zu überlassen. Das ging nicht immer. In den ersten Monaten war es fast unmöglich, mit den noch übrig gebliebenen, zwar hoch motiviertenaber arbeitsmäßig total überlasteten StudentInnen überhaupt mal einen gemeinsamen Termin in der FH zu finden. Und wenn wir einen gefunden hatten, musste der erste schon nach einer halben Stunde wieder gehen und der nächste konnte erst nach einer dreiviertel Stunde dazustoßen…. Die zunächst sehr schleppenden Rückmeldungen von Seiten der angesprochenen Gewerkschaften und des DBSH frustierten und enttäuschten die Studenten außerdem sehr.
Irgendwann hatte ich die glorreiche Idee, meinen Samstag Morgen zu opfern und als Termin - mit Arbeitsfrühstück - in meinen 4 Wänden anzubieten. Siehe da, da konnten sie alle.
Fortan wurde die Arbeit gezielter, die Absprachen im Forum unseres Stud IP wurde dichter, verlässlicher und schneller, jeder übernahm verantwortlich Aufgaben die auch prompt erledigt wurden. Unser Werbeplakat ist schön geworden, auffällig, ungewöhnlich und interessant. Die StudentInnen, die ursprünglich in der AG mitgemacht hatten, trudeln allmählich wieder ein. Unser Fachbereichsrat hat die Veranstaltung empfohlen und angeordnet, dass keinem Studierenden die Teilnahme zum Nachteil werden darf (etwa, wenn er dafür ein Seminar nicht besuchen kann)….
Wir sind gespannt.
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1.2.2010 von m.s..
Immer wieder sind wir in den letzten Semestern darauf gestoßen, dass unsere Studierenden so gut wie nichts wissen über eine für sie mögliche politische oder auch nur berufsständige Interessenvertretung als zukünftige Sozialarbeitende. In der Zukunftswerkstatt im letzten Jahr wurde das diskutiert und es entstand die Idee, eine Veranstaltung zu organisieren, zu der VertreterInnen der Gewerkschaften und des DBSH eingeladen würden.
Über meine Kontaktaufnahme mit VertreterInnen dieser Oraganisationen habe ich hier schon berichtet. Von den Gewerkschaften hat nach wie vor niemand reagiert. Der zuständige Vertreter des DBSH hat seine Bereitschaft erklärt. Auf dem Bundeskongress wurden die nachfragenden Studenten beim DBSH Stand und bei den Gewerkschaften mit Informationsschriften und Werbetassen beglückt. Zu einer Veranstaltung ist es noch immer nicht gekommen.
Ich halte es zwar für unsere Aufgabe als HochschulehrerInnen, solche Informationen zu vermitteln solche Themen anzusprechen. Ich habe das jetzt z.B. bei Erstsemestern versucht und hatte den Eindruck, sie hielten mein Anliegen für merkwürdig wenn nicht sittenwidrig. Interessenvertretung und politische Organisation scheint für die Soziale Arbeit in der Praxis wie in der Ausbildung heute ein Fremdwort.
Wir könnten diese Veranstaltung als offizielle Hochschulveranstaltung sicherlich hinkriegen. Ich müsste nur, statt schlicht zu mailen, die Anschreiben mit Briefkopf und der Unterschrift der Dekanin versehen und damit hochoffiziell an die VertreterInnen schreiben. Dann kämen sie vermutlich ohne Weiteres. Aber letztlich ist dies eine Angelegenheit der Studierenden selber. Aber mir scheint es sinnvoller, wenn die GewerkschaftsvertreterInnen und der Berufsverband von Anfang an merken, dass hier Studierende, zukünftige Sozialarbeitende Anliegen haben, Fragen und Diskussionsbedarf und dass sie mit ihnen ins Gespräch kommen wollen. Deshalb scheint es mir viel besser, wenn sie auch von Studierenden angesprochen und eingeladen, befragt und in Anspruch genommen werden.
Ich hatte an ca. 100 Studierende eine Einladung für ein erstes Treffen zur Vorbereitung geschickt. 6 kamen. Immerhin. Und wir haben beschlossen, das Ding gemeinsam in die Hand zu nehmen. Leicht wird das nicht. Es ist schon ein große Leistung, mit 7 Leuten einen gemeinsamen Termin für ein nächstes Treffen hinzukriegen .
Inzwischen sind es noch 4 Studierende. Aber unsere Planung ist jetzt schon ziemlich konkret. Ver.di und der DBSH haben inzwischen ihre Teilnahme zugesagt…
Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, muss eben der Prophet zum Berg gehen…..
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5.12.2009 von m.s..
30 Studierende haben am Wochenende (14./15.11.08) in der Zukunftswerkstatt Soziale Arbeit an der FH Jena diskutiert und sich die Köpfe heiß geredet.
Was kam dabei heraus?
In einem Brainstorming wurden am Anfang der Wochenendtagung Themen und Probleme aus der Praxis gesammelt, von denen die Studierenden meinten, dass sie mit der Ökonomisierung Sozialer Arbeit und dem schlechten Image Sozialer Arbeit zusammenhängen.
Hier die Themenliste:
Prekariat Soziale Arbeit
Soziale Arbeit als Exklusionsverwaltung
Gesellschaftliche Ebene
Effizienz statt Hilfe
Verlust von Fachlichkeit, Verknappung der Zeit für fachliche Arbeit
Folgende Themen wurden genannt, konnten nicht weiter bearbeitet werden. Es würde aber lohnen, auch das noch zu tun!:
MitarbeiterInnenverschleiß ist hoch
Keine Supervision
Burnout
Kräfte der Mitarbeiterinnen werden einfach verschlissen
So keine gute Arbeit möglich
viele Mitarbeiter die nicht mehr können
Soziale Arbeit als Feuerwehr
Nur Feuerwehrfunktion
Keine Nachhaltigkeit
Keine Prävention
Prävention zeigt keine direkten Effekte und ist zu teuer
Nachhaltigkeit wird gefährdet, weil man nicht mehr in die Begleitung, die Ausblendphase, die Unterstützung nach der Intensiven Hilfe investieren will
Wegwerfsozialarbeit
Steckenbleiben im Modellcharakter
Finanzierung nur von begrenzten Projekten
Keine Weiterförderung von Projekten
Immer wieder neue Projekte erfinden, ohne das alte überhaupt prüfen zu können
Auch wenn Projekte gut laufen, keine Fortsetzung
Sozialarbeit immer wieder neu erfinden
So kann sich keine Qualität entwickeln, kann gute Arbeit sich nicht beweisen, Erfahrungen bleiben bruchstückhaft
Wettbewerb
Auslagerung von Bereichen
Der billigste Anbieter bekommt den Zuschlag
Zusammenarbeit scheitert an Konkurrenz
***
Das Ergebnis der beiden Arbeitstage kann sich sehen lassen.
Z.B. wurden folgende gute Ideen für MitarbeiterInnen in der Praxis erarbeitet, die versuchen wollen, nicht alles zu schlucken und die für professionelle Arbeit und entsprechende Arbeitsbedingungen kämpfen wollen:
Wie kann ich erreichen, dass ich für alles bezahlt werde, was ich aus fachlichen Gründen tue
(und nicht nur für z.B. 30 Stunden, auch wenn ich 40 Stunden arbeite und auch für all die kleinen Arbeiten , die ich in meiner Freizeit für die Arbeit mache oder auf dem Heimweg…)
.
Wie kann ich in meiner Einrichtung zu mehr Personal und Geld kommen?
.
Wie schaffe ich es, mich nicht als Mädchen für alles verheizen zu lassen?
.
Was kann ich tun bei falschen fachlichen Entscheidungen, die aus Kostengründen getroffen werden
Ganz schön für den Anfang, finde ich. Wenn alle das beherzigen, wird es nicht mehr ganz so einfach sein, unsere Professionalität aus dem Fenster hinauszuwerfen.
Darüber hinaus gabs auch viele kreative Ideen für Öffentlichkeitsarbeit und Lobbyarbeit und eine ernsthafte Diskussion um die Frage der Organisiertheit von Sozialarbeitern.
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13.12.2008 von m.s..
Reicht es wirklich, die Mitarbeiter der Wirtschaftlichen Jugendhilfe über die Anliegen der Sozialen Arbeit zu informieren und ihr Verständnis für die Probleme der Klienten zu wecken, damit das Geld wieder fließt?
Immer wieder gingen die Überlegungen der Zukunftswerkstatt in die Richtung, man müsse die Nicht-SozialpädagogInnen (die leider über die Geldfrage entscheiden) so zu sagen ins sozialpädagogische Boot holen, sie mit sozialpädagogischem Denken vertraut machen, ihnen erklären und anschaulich machen, was wir tun und und welche wichtigen Fragen für die uns anvertrauten Menschen daran hängen.
Ich bin der Meinung, es wird heute nicht mehr ausreichen, die Nichtfachleute von der Sinnhaftigkeit und sozialpädagogischen Logik zu überzeugen - der Krebsschaden ist nicht deren Unwissenheit und Gleichgültigkeit. Der Webfehler liegt im System: Effizienz ist gewollt, auch in der Sozialen Arbeit, und wichtiger als Fachlichkeit. Kollateralschäden sind eingeplant und werden toleriert. Das Menschenbild hat sich verändert.
Vor 30, 20 Jahren hätte das tatsächlich gereicht. Auch da hatten Sozialarbeiter es nötig, die nicht-sozialpädagogischen Mitarbeiter vom Sinn und von den Kosten ihrer Arbeit zu überzeugen. Und nicht immer ist ihnen das gelungen.
Die Ökonomisierung aber macht dieses Problem zu einem strukturellen Problem, das nicht allein durch mehr Selbstbewußtsein der SozialarbeiterInnen und durch mehr Kommunikation zu lösen ist.
Selbstbewusst über die eigene Arbeit und ihre notwendigen Bedingungen zu sprechen ist sicher eine ganz wichtige Voraussetzung für jeden Versuch, in dieser Sache etwas zu unternehmen. Solange aber in der Sozialen Arbeit der Effizienzgedanke genau so angewandt wird wie in jeder anderen marktwirtschaftlichen Angelegenheit, wird auch die mögliche Einsicht des einzelnen Mitarbeiters der Verwaltung in die fachliche Notwendigkeit nichts ändern. Sicher wäre die Überzeugungsarbeit gegenüber den einzelnen Kollegen der Verwaltung ein Schritt in diese Richtung. Aber erst wenn es uns gelingt, generell, öffentlich und politisch klar zu machen, dass Soziale Arbeit nicht einfach mit dem Effizienzargument platt gestrichen werden kann, weil ihre Aufgabe oft eben gar nicht in diesem Sinne “effizient” zu bewältigen ist, erst dann kann sich in der konkreten Praxis wieder etwas ändern.
Geschichtliche Anmerkung dazu:
Als ich 1974 im Jugendamt Wiesbaden anfing, stöhnten die MitarbeiterInnen des ASD, weil sie bei jeder geplanten Hilfe zur Erziehung erst beim Abteilungsleiter der Wirtschaftlichen Jugendhilfe aufkreuzen und ihn oder seine Mitarbeiter mit Engelszungen überzeugen mussten, dass diese Hilfe pädagogisch unabdingbar notwendig war.
Weil die Wirtschaftliche Jugendhilfe aber gar nicht die Konpetenz hat, dies zu entscheiden, nahm unser Jugendamtsleiter (Sozialpädagoge) eine kleine organisatorische Systemänderung vor und der Stadtrat bestätigte sie: Die Wirtschaftliche Jugendhilfe blieb nicht länger eigene, der Abteilung ASD (Allgemeiner Sozialer Dienst) gegenüber gleichberechtigte Abteilung, sondern wurde zum Sachgebiet innerhalb der Abteilung ASD. Von Stund an wurden die Entscheidungen über Hilfen zur Erziehung von sozialpädagogischen Fachkräften getroffen und im Konfliktfall vom sozialpädagogischen Abteilungsleiter (der jetzt auch Vorgesetzer der Wirtschaftlichen Jugendhilfe war) in diesem Sinne durchgesetzt.
Das KJHG hat übrigens 1990 diese Praxis doppelt bestätigt: mit dem Rechtsanspruch auf Hilfen zur Erziehung und mit der Aussage, dass die Entscheidung von sozialpädagogischen Fachkräften zu treffen ist (§27 KJHG).
Damit war ein Jahrzehnte lang angestrebtes Ziel der Sozialen Arbeit durchgesetzt:
die Trennung von Innen- und Außendienst war abgeschafft. Es entschieden nicht mehr Verwaltungsbeamte an ihren Schreibtischen über das Schicksal der Betroffenen, deren konkrete Lebenslage aber nur die Fürsorgerinnen im Außendienst wirklich kannten und beurteilen konnten.
Der Prozess der Ökonomisierung hat das Rad zurückgedreht. Heute wird das sozialpädagogische Anliegen erneut unter Verwaltungs- und fiskalischen Aspekten entschieden und die AmtsleiterInnen denken in d. R. selber nur in verkürzten in Effizienzzusammenhängen und nicht im Kontext sozialpädagogischer Fachlichkeit.
Hier müsste die Lösung des Problems liegen!
Geschrieben in kritischer Blick, Problemfälle, Diskussion, Zukunfstwerkstatt Jena | 2 Kommentare »
4.12.2008 von m.s..
Es kamen etwa die Hälfte der ursprünglichen TeilnehmerInnen zu einer Nachbesprechung.
Es wurden noch einmal die Ergebnisse referiert, per Powerpoint Präsentation oder Protokoll.
Länger diskutiert wurde über die Ideen zur Lehre, die von den meisten Studierenden mit viel Interesse und Engagement eingefordert wurden:
Ansonsten wurde auf konkrete Projekte der Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung eingegangen:
Die AG Öffentlichkeitsarbeit, die sich zum Ziel setzt, eine Art sozialarbeiterische Gegenöffentlichkeit zu schaffen und z.B. in der Presse zu Sozialarbeiterischen Themen, Events, Problemen und Ergebnissen äußern will und Stellung beziehen möchte.
Diese Idee, die gleichzeitig auch Vernetzungsarbeit bedeuteten würde und über das Studium hinaus ins Berufsleben mitgenommen werden könnte, soll in den nächsten Wochen in die Tat umgesetzt werden, mit den kleinen Schritten, die man in der Prüfungszeit leisten kann….
Die Gruppe könnte hier im Blog über ihre Ergebnisse berichten.
Diskutiert wurde auch über das Blog “Zukunftswerkstatt Soziale Arbeit”. Das Blog steht offen für die Mitarbeit aller. Technische Probleme beim Kommentieren sollten mir per mail gemeldet werden, damit ich aufklären kann, woran das liegt.
Ich habe übrigens eine eigene Seite “zum Blog” (Link links oben ) angelegt, wo ihr Informationen über Ziel, Nutzbarkeit und Mitarbeitsmöglichkeiten zu diesem Blog nachlesen könnt.
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