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	<title>Kommentare fuer Soziale Arbeit - Zukunftswerkstatt</title>
	<link>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de</link>
	<description>Forum für Studies, Profs, Praktiker und alle anderen</description>
	<pubDate>Sat, 19 May 2012 01:39:25 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Was passiert da mit uns? (1) von m.s.</title>
		<link>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2011/09/07/aself-fillfilling-professy/#comment-1843</link>
		<author>m.s.</author>
		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 19:19:47 +0000</pubDate>
		<guid>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2011/09/07/aself-fillfilling-professy/#comment-1843</guid>
		<description>Ja, ich finde es ganz wichtig, dass mal jemand klar und deutlich ausspricht, wie die Lage ist. So viele trauen sich nicht, zuzugeben, in welch miese Lage sie gekommen sind mit diesem Beruf. Danke also für diese deutliche Schilderung.
Sicher sind daran erst einmal die prekären Arbeitsbedingungen und der TVÖD und all die Haustarife schuld.
Wichtig ist mir dabei aber, dass es Hintergründe für diese Entwicklungen gibt. Und diese Hintergründe, die im Wesentlichen mit der Ökonomisierung in der Sozialen Arbeit seit etwa 20 Jahren zusammenhängen, sind von Menschen gemacht und politisch gewollt. Wenn die Kritik nicht bis an diesen Kern der Sache hinreicht, wird sie nichts erreichen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, ich finde es ganz wichtig, dass mal jemand klar und deutlich ausspricht, wie die Lage ist. So viele trauen sich nicht, zuzugeben, in welch miese Lage sie gekommen sind mit diesem Beruf. Danke also für diese deutliche Schilderung.<br />
Sicher sind daran erst einmal die prekären Arbeitsbedingungen und der TVÖD und all die Haustarife schuld.<br />
Wichtig ist mir dabei aber, dass es Hintergründe für diese Entwicklungen gibt. Und diese Hintergründe, die im Wesentlichen mit der Ökonomisierung in der Sozialen Arbeit seit etwa 20 Jahren zusammenhängen, sind von Menschen gemacht und politisch gewollt. Wenn die Kritik nicht bis an diesen Kern der Sache hinreicht, wird sie nichts erreichen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Was passiert da mit uns? (1) von Raimund Janßen</title>
		<link>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2011/09/07/aself-fillfilling-professy/#comment-1842</link>
		<author>Raimund Janßen</author>
		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 08:09:18 +0000</pubDate>
		<guid>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2011/09/07/aself-fillfilling-professy/#comment-1842</guid>
		<description>Schuld an der Misere in der Sozialen Arbeit sind meines Erachtens die vielen prekären Arbeitsverhältnisse und der TVÖD. Wenn man wie ich von einer Befristung zur nächsten Befristung sich durchs Berufsleben hangeln muss, verliert man schnell die Motivation für seine Arbeit. Man ist viel zu sehr mit seinen eigenen Existenzängsten beschäftigt und hat auch Angst, seinem Arbeitgeber gegenüber Kritik zu üben, wenn die Arbeitsbedingungen/Rahmenbedingungen schlecht sind. Wie kann ich Klienten (z.B. langzeitarbeitslose Menschen) plausibel machen, sich motiviert und zielgerichtet um eine Arbeitsstelle zu bemühen und die Hoffnung nicht aufzugeben, wenn die eigene berufliche Existenz selbst permanent gefährdet ist. Diesen absurden Widerspruch  müssen z.B. viele Sozialarbeiter in zeitlich befristeten Maßnahmen und Projekten im Rahmen des SGB II verarbeiten. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass man sich regelrecht verarscht vorkommt, wenn man unter solchen Bedingungen noch gute Arbeit leisten soll. Was ist das denn für ein Leben, wenn man andauernd in Bewerbungsverfahren steckt und die Trägerlandschaft abgrast um einen Arbeitgeber zu finden, der noch unbefristete Stellen anbietet. Meine berufliche Vita weist einige Befristungen auf und ich bin mir sicher, dass Arbeitgeber in Bewerbungsverfahren das nicht als besonders positiv werten. Obwohl die Soziale Arbeit von solch prekären Arbeitsverhältnissen übersät ist, muss man sich als Bewerber für die Brüche in der beruflichen Vita (z.B. durch Zeiten von Arbeitslosigkeit nach einer Befristung) auch noch rechtfertigen. 
Ältere Sozialarbeiter/Sozialpädagogen werden auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt, da zu teuer. Über diese Tatsache wird nie berichtet und kein Schwein interessiert wie es sich anfühlt, wenn man mit Anfang 50 (sehr gut ausgebildet, mit Leitungs- und Führungserfahrung) unter solchen Rahmenbedingungen immer wieder neu um einen Arbeitsvertrag kämpfen muss. Für uns soziale Profis gibt es bei drohender Arbeitslosigkeit kein staatlich gefördertes Kurzarbeitergeld, keine staatlich geförderten Beschäftigungs- oder Konjunkturprogramme. Wer von uns arbeitslos wird zieht eben die Arschkarte und muss sich, wenn er Pech, gleich mit Hartz-IV anfreunden. 

MfG
Raimund Janßen</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Schuld an der Misere in der Sozialen Arbeit sind meines Erachtens die vielen prekären Arbeitsverhältnisse und der TVÖD. Wenn man wie ich von einer Befristung zur nächsten Befristung sich durchs Berufsleben hangeln muss, verliert man schnell die Motivation für seine Arbeit. Man ist viel zu sehr mit seinen eigenen Existenzängsten beschäftigt und hat auch Angst, seinem Arbeitgeber gegenüber Kritik zu üben, wenn die Arbeitsbedingungen/Rahmenbedingungen schlecht sind. Wie kann ich Klienten (z.B. langzeitarbeitslose Menschen) plausibel machen, sich motiviert und zielgerichtet um eine Arbeitsstelle zu bemühen und die Hoffnung nicht aufzugeben, wenn die eigene berufliche Existenz selbst permanent gefährdet ist. Diesen absurden Widerspruch  müssen z.B. viele Sozialarbeiter in zeitlich befristeten Maßnahmen und Projekten im Rahmen des SGB II verarbeiten. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass man sich regelrecht verarscht vorkommt, wenn man unter solchen Bedingungen noch gute Arbeit leisten soll. Was ist das denn für ein Leben, wenn man andauernd in Bewerbungsverfahren steckt und die Trägerlandschaft abgrast um einen Arbeitgeber zu finden, der noch unbefristete Stellen anbietet. Meine berufliche Vita weist einige Befristungen auf und ich bin mir sicher, dass Arbeitgeber in Bewerbungsverfahren das nicht als besonders positiv werten. Obwohl die Soziale Arbeit von solch prekären Arbeitsverhältnissen übersät ist, muss man sich als Bewerber für die Brüche in der beruflichen Vita (z.B. durch Zeiten von Arbeitslosigkeit nach einer Befristung) auch noch rechtfertigen.<br />
Ältere Sozialarbeiter/Sozialpädagogen werden auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt, da zu teuer. Über diese Tatsache wird nie berichtet und kein Schwein interessiert wie es sich anfühlt, wenn man mit Anfang 50 (sehr gut ausgebildet, mit Leitungs- und Führungserfahrung) unter solchen Rahmenbedingungen immer wieder neu um einen Arbeitsvertrag kämpfen muss. Für uns soziale Profis gibt es bei drohender Arbeitslosigkeit kein staatlich gefördertes Kurzarbeitergeld, keine staatlich geförderten Beschäftigungs- oder Konjunkturprogramme. Wer von uns arbeitslos wird zieht eben die Arschkarte und muss sich, wenn er Pech, gleich mit Hartz-IV anfreunden. </p>
<p>MfG<br />
Raimund Janßen</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Was passiert da mit uns? (1) von m.s.</title>
		<link>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2011/09/07/aself-fillfilling-professy/#comment-1838</link>
		<author>m.s.</author>
		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 18:55:25 +0000</pubDate>
		<guid>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2011/09/07/aself-fillfilling-professy/#comment-1838</guid>
		<description>Lieber Raimund,
Es liegt mir fern zu behaupten, dass die Bedingungen in der Sozialen Arbeit heute gut wären und man, wenn man will, auch wirklich qualifizierte Arbeit machen könnte. 
Das Fatale ist, dass bei der mitunter durchaus berechtigten Kritik an den Ergebnissen und Erscheinungsformen der Sozialen Arbeit heute, wie sie z.B. auch von dieser Journalistin geäußert wurde, die Soziale Arbeit selber für diese krtischen Aspekte schuldig gesprochen wird. Für "die Leute" ist das heutige bedenkliche Ergebnis einer überforderten und oberflächlichen Sozialen Arbeit einschließlich des dort aufflammenden Profit- und Gewinnstrebens typisch für die Soziale Arbeit selber. Es wird nicht gesehen, was sie dazu gebracht hat und was dazu geführt hat, dass Soziale Arbeit solche Züge annehmen musste.
Das ist das Schlimme daran, dass das, was wir selber zutiefst kritisieren und ablehnen, uns im Endeffekt selber angelastet wird und zwar sowohl von der Öffentlichkeit als - gemeiner Weise - auch von denen, die es uns eingebrockt haben.
Ich kann Ihren Frust und Ihre Wut auf die Bedingungen unter denen man heute Soziale Arbeit leisten muss, gut nachfühlen. 
Aber es gibt nach wie vor ca. 330 000 akademisch ausgebildete Sozialarbeitende in diesem Lande. Vielleicht hat ein Drittel davon noch erträgliche oder auch gute Bedingungen. Vielleicht leiden 20 % wirklich an der Situation, so wie Sie es von sich beschreiben. Aber was ist mit dem Res?. Wenn es so unerträglich ist: Wie können die es aushalten? Wie können die weitermachen? Wie kann es sein, dass ein großerTeil der KollegInnen nicht einmal verstände, wovon wir sprechen? 
Das, lieber Raimund Janssen, das beunruhgt mich am meisten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Raimund,<br />
Es liegt mir fern zu behaupten, dass die Bedingungen in der Sozialen Arbeit heute gut wären und man, wenn man will, auch wirklich qualifizierte Arbeit machen könnte.<br />
Das Fatale ist, dass bei der mitunter durchaus berechtigten Kritik an den Ergebnissen und Erscheinungsformen der Sozialen Arbeit heute, wie sie z.B. auch von dieser Journalistin geäußert wurde, die Soziale Arbeit selber für diese krtischen Aspekte schuldig gesprochen wird. Für &#8220;die Leute&#8221; ist das heutige bedenkliche Ergebnis einer überforderten und oberflächlichen Sozialen Arbeit einschließlich des dort aufflammenden Profit- und Gewinnstrebens typisch für die Soziale Arbeit selber. Es wird nicht gesehen, was sie dazu gebracht hat und was dazu geführt hat, dass Soziale Arbeit solche Züge annehmen musste.<br />
Das ist das Schlimme daran, dass das, was wir selber zutiefst kritisieren und ablehnen, uns im Endeffekt selber angelastet wird und zwar sowohl von der Öffentlichkeit als - gemeiner Weise - auch von denen, die es uns eingebrockt haben.<br />
Ich kann Ihren Frust und Ihre Wut auf die Bedingungen unter denen man heute Soziale Arbeit leisten muss, gut nachfühlen.<br />
Aber es gibt nach wie vor ca. 330 000 akademisch ausgebildete Sozialarbeitende in diesem Lande. Vielleicht hat ein Drittel davon noch erträgliche oder auch gute Bedingungen. Vielleicht leiden 20 % wirklich an der Situation, so wie Sie es von sich beschreiben. Aber was ist mit dem Res?. Wenn es so unerträglich ist: Wie können die es aushalten? Wie können die weitermachen? Wie kann es sein, dass ein großerTeil der KollegInnen nicht einmal verstände, wovon wir sprechen?<br />
Das, lieber Raimund Janssen, das beunruhgt mich am meisten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Was passiert da mit uns? (1) von Raimund Janßen</title>
		<link>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2011/09/07/aself-fillfilling-professy/#comment-1837</link>
		<author>Raimund Janßen</author>
		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 14:26:43 +0000</pubDate>
		<guid>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2011/09/07/aself-fillfilling-professy/#comment-1837</guid>
		<description>Die von Ihnen angeführte Journalistin (und offenbar studierte Sozialarbeiterin) kann ich allerdings gut verstehen. Als Sozialpädagoge, Erzieher und Heilpädagoge habe ich selbst desöfteren Situationen erlebt bei denen mir Zweifel aufkamen, ob meine Tätigkeit überhaupt noch einen Sinn ergibt, unter diesen miserablen Rahmenbedingungen der Sozialen Arbeit. Unser Image in der Gesellschaft ist heute höchst umstritten, vermutlich weil wir "Profis" uns zu viel haben bieten lassen. Nun sind scheinbar alle Dämme gebrochen und der neoliberale Zeitgeist hat uns mit seiner "Wettbewerbs- und Ökonomisierungswut" bereits überrollt. Zurückblickend würde ich einen solch psychisch anstrengenden Beruf (unter diesen miserablen Rahmenbedingungen) auch nicht mehr ergreifen wollen (leider!). 
Zudem ist die Vergütung für einen akademischen Abschluss höchst miserabel und unwürdig geworden, genauso miserabel und unwürdig wie viele Arbeitsbedingungen in der Sozialen Arbeit und die ungewissen Zukunftsperspektiven in diesem Beruf. 
Unsere Gewerkschaften/Berufsverbände haben uns verraten und verkauft (siehe TVÖD), und die Politik nutzt unsere Einsatzfreude zum Wohle unserer Klienten weiterhin schamlos aus. Mit jeder neuen Kürzung bzw. Sparmaßnahme im Sozialsektor watscht uns die Politik ab, weil sie eine Gegenwehr unserer "Profession" wohl nicht befürchten muss, da wir ja nicht solidarisch sind und unseren Frust lieber verheimlichen. 
Es grenzt beinahe schon an Masochismus, wenn man als Profi in der Sozialen Arbeit unter solch erbärmlichen Rahmenbedingungen gerne arbeiten möchte. Ich kann mir mittlerweile auch eine andere berufliche Perspektive vorstellen. 

MfG
R.J.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die von Ihnen angeführte Journalistin (und offenbar studierte Sozialarbeiterin) kann ich allerdings gut verstehen. Als Sozialpädagoge, Erzieher und Heilpädagoge habe ich selbst desöfteren Situationen erlebt bei denen mir Zweifel aufkamen, ob meine Tätigkeit überhaupt noch einen Sinn ergibt, unter diesen miserablen Rahmenbedingungen der Sozialen Arbeit. Unser Image in der Gesellschaft ist heute höchst umstritten, vermutlich weil wir &#8220;Profis&#8221; uns zu viel haben bieten lassen. Nun sind scheinbar alle Dämme gebrochen und der neoliberale Zeitgeist hat uns mit seiner &#8220;Wettbewerbs- und Ökonomisierungswut&#8221; bereits überrollt. Zurückblickend würde ich einen solch psychisch anstrengenden Beruf (unter diesen miserablen Rahmenbedingungen) auch nicht mehr ergreifen wollen (leider!).<br />
Zudem ist die Vergütung für einen akademischen Abschluss höchst miserabel und unwürdig geworden, genauso miserabel und unwürdig wie viele Arbeitsbedingungen in der Sozialen Arbeit und die ungewissen Zukunftsperspektiven in diesem Beruf.<br />
Unsere Gewerkschaften/Berufsverbände haben uns verraten und verkauft (siehe TVÖD), und die Politik nutzt unsere Einsatzfreude zum Wohle unserer Klienten weiterhin schamlos aus. Mit jeder neuen Kürzung bzw. Sparmaßnahme im Sozialsektor watscht uns die Politik ab, weil sie eine Gegenwehr unserer &#8220;Profession&#8221; wohl nicht befürchten muss, da wir ja nicht solidarisch sind und unseren Frust lieber verheimlichen.<br />
Es grenzt beinahe schon an Masochismus, wenn man als Profi in der Sozialen Arbeit unter solch erbärmlichen Rahmenbedingungen gerne arbeiten möchte. Ich kann mir mittlerweile auch eine andere berufliche Perspektive vorstellen. </p>
<p>MfG<br />
R.J.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Krawalle der Ausgegrenzten von Franz Josef Krafeld</title>
		<link>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2011/08/10/krawalle-der-ausgegrenzten/#comment-1619</link>
		<author>Franz Josef Krafeld</author>
		<pubDate>Sun, 14 Aug 2011 19:34:11 +0000</pubDate>
		<guid>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2011/08/10/krawalle-der-ausgegrenzten/#comment-1619</guid>
		<description>Sehr geehrte Frau Seithe,

das ist ein toller Kommentar zu den Ereignissen in Großbritannien in der letzten Woche, der zu fundierter kontroverser Duskussion und Auseinandersetzug reizt. Ich habe ihn eben spontan an die Studierenden meines Projektes "Förderung von Bewältigungskompetenzen" an der FH Bremen weitergeleitet und das kurz so begründet:
Ich finde die hier präsentierte Sichtweise gerade im Rahmen unseres Projektes Bewältigunskompetenzen außerordentlich interessent und nachdenkenswert. Denn all die vielen Kommentare der letzten Woche hatten jedenfalls eines fast durchweg gemeinsam, nämlich den Tenor, dass davon ausgegangen wird, dass die Beteiligten damit jedenfalls selbst subjektiv davon ausgingen, mit ihrem Verhalten besser etwas bewirken, etwas bewältigen zu können als durch "Ruhe als erste Bürgerpflicht". Wenn zumindest das Konsens ist (und ich habe die Medien so verstanden), dann handelte es sich dort jedenfalls nicht um "sinnlose Gewalt"  (wie immer wieder behauptet wurde), sondern um eine Gewalt, hinter der (wie im Prinzip eigentlich aus meiner Sicht hinter jeder Gewalt) jedenfalls subjektiv für die Aktivisten dort ein offenbar ganz bedeutsame Sinnhaftigkeiten standen. Wenn wir jenen Sinn nicht teilen, den die Aktiven selbst dahinter sahen oder (sei es auch nur spontan aus dem Bauch heraus) empfanden, dann war sie deshalb ja durchaus noch nicht objektiv sinnlos, sondern war sinnlos ebenfalls "nur" aus einer anderen, ebenfalls subjektiven Sicht, nämlich aus der der Politiker, der Medienleute - und allerdings auch etlicher unbeteiligter oder intervenierender Gettobewohner. Nur hat die eine Sicht in der Öffentlichkeit ungeheuer viel mehr Gewicht als die andere. Und diese mächtigere ist so stark, dass sie immer wieder versucht, ein entsprechendes Meinungs- und Interpretationsmonopol durchzusetzen (nach dem dann z.B. ganz pauschal jedwede Gewalt, die der einen Seite nicht passt, pauschal als "sinnlose Gewalt" abgewertet und verurteilt wird - und umgekehrt jede von einem selbst befürwortete Gewalt andererseits als Ordnungs- und Sicherheitsmaßnahme geadelt wird. Dass dem so ist, das ist ziemlich sicher sogar ein gravierender Teil des Gesamtproblems  - nicht zuletzt deshalb, weil diese sehr ungleiche Gewichtsverleilung ja  offenbar extrem wenig mit ethischen Grundhaltungen oder mit Menschenrechten, aber ebenso offensichtlich extrem viel mit Machtverhältnissen, mit Privilegierung versus Ausgrenzung zu tun hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Frau Seithe,</p>
<p>das ist ein toller Kommentar zu den Ereignissen in Großbritannien in der letzten Woche, der zu fundierter kontroverser Duskussion und Auseinandersetzug reizt. Ich habe ihn eben spontan an die Studierenden meines Projektes &#8220;Förderung von Bewältigungskompetenzen&#8221; an der FH Bremen weitergeleitet und das kurz so begründet:<br />
Ich finde die hier präsentierte Sichtweise gerade im Rahmen unseres Projektes Bewältigunskompetenzen außerordentlich interessent und nachdenkenswert. Denn all die vielen Kommentare der letzten Woche hatten jedenfalls eines fast durchweg gemeinsam, nämlich den Tenor, dass davon ausgegangen wird, dass die Beteiligten damit jedenfalls selbst subjektiv davon ausgingen, mit ihrem Verhalten besser etwas bewirken, etwas bewältigen zu können als durch &#8220;Ruhe als erste Bürgerpflicht&#8221;. Wenn zumindest das Konsens ist (und ich habe die Medien so verstanden), dann handelte es sich dort jedenfalls nicht um &#8220;sinnlose Gewalt&#8221;  (wie immer wieder behauptet wurde), sondern um eine Gewalt, hinter der (wie im Prinzip eigentlich aus meiner Sicht hinter jeder Gewalt) jedenfalls subjektiv für die Aktivisten dort ein offenbar ganz bedeutsame Sinnhaftigkeiten standen. Wenn wir jenen Sinn nicht teilen, den die Aktiven selbst dahinter sahen oder (sei es auch nur spontan aus dem Bauch heraus) empfanden, dann war sie deshalb ja durchaus noch nicht objektiv sinnlos, sondern war sinnlos ebenfalls &#8220;nur&#8221; aus einer anderen, ebenfalls subjektiven Sicht, nämlich aus der der Politiker, der Medienleute - und allerdings auch etlicher unbeteiligter oder intervenierender Gettobewohner. Nur hat die eine Sicht in der Öffentlichkeit ungeheuer viel mehr Gewicht als die andere. Und diese mächtigere ist so stark, dass sie immer wieder versucht, ein entsprechendes Meinungs- und Interpretationsmonopol durchzusetzen (nach dem dann z.B. ganz pauschal jedwede Gewalt, die der einen Seite nicht passt, pauschal als &#8220;sinnlose Gewalt&#8221; abgewertet und verurteilt wird - und umgekehrt jede von einem selbst befürwortete Gewalt andererseits als Ordnungs- und Sicherheitsmaßnahme geadelt wird. Dass dem so ist, das ist ziemlich sicher sogar ein gravierender Teil des Gesamtproblems  - nicht zuletzt deshalb, weil diese sehr ungleiche Gewichtsverleilung ja  offenbar extrem wenig mit ethischen Grundhaltungen oder mit Menschenrechten, aber ebenso offensichtlich extrem viel mit Machtverhältnissen, mit Privilegierung versus Ausgrenzung zu tun hat.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu eine, zwei, drei, viele Organisationen der Sozialen Arbeit? von Julia Russau</title>
		<link>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2011/07/13/12viele-sozialarbeitsorganisationen/#comment-1560</link>
		<author>Julia Russau</author>
		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 07:46:49 +0000</pubDate>
		<guid>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2011/07/13/12viele-sozialarbeitsorganisationen/#comment-1560</guid>
		<description>Guten Morgen! 

Ja, über die Frage wurde auf der Tagung viel diskutiert, gerade auch über die Barrieren, die eine stärkere Vernetzung zwischen einzelnen Organisationen oder Professionsbereichen verhindern bzw. erschweren. 

Was mir persönlich rundum gefehlt hat, war die Initiative auch über das Internet aktiv zu werden. Gerade dort, wo man in der "Offline"-Welt auf Grenzen stößt, kann die (ungezwungene) Kommunikation übers Netz neue Impulse und Kooperationen schaffen. Es gibt schon einige sehr gute Seiten (wie auch dieser Blog) im Netz, hinter denen bislang zumeist engagierte Einzelpersonen stecken. Aber ich prognostiziere hier mal vorsichtig ein zu spürendes Wachstum in der Richtung.

Die Einbindung von Internet und Social Media wird in vielen sozialen Organisationen aktuell immer mehr zum Thema. Einige große Wohlfahtsverbände sind aktiv dabei, ihre Kommunikation via Social Media auszubauen. Das bedeutet natürlich auch mehr Transparenz, mehr Partizipation, mehr Vernetzungsmöglichkeiten. 

Es geht ja nicht darum, nur noch übers Netz zu kommunizieren. Ich denke, Vernetzung, Identität, Gemeinschaft brauchen heutzutage beides: ein gutes Zusammenspiel zwischen online und offline. 

Es gibt schließlich kaum ein bessere Möglichkeit, die so einfach, so schnell ist und gleichzeitig so viele Menschen erreichen kann, wie ein persönlicher Kommentar, eine Nachbereitung von Tagungsergebnissen oder die Information über aktuelle Geschehnisse im Internet. 

Woran liegt es, dass soziale Berufsgruppen im Internet noch so wenig aktiv/sichtbar sind?

Viele Grüße
Julia</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Morgen! </p>
<p>Ja, über die Frage wurde auf der Tagung viel diskutiert, gerade auch über die Barrieren, die eine stärkere Vernetzung zwischen einzelnen Organisationen oder Professionsbereichen verhindern bzw. erschweren. </p>
<p>Was mir persönlich rundum gefehlt hat, war die Initiative auch über das Internet aktiv zu werden. Gerade dort, wo man in der &#8220;Offline&#8221;-Welt auf Grenzen stößt, kann die (ungezwungene) Kommunikation übers Netz neue Impulse und Kooperationen schaffen. Es gibt schon einige sehr gute Seiten (wie auch dieser Blog) im Netz, hinter denen bislang zumeist engagierte Einzelpersonen stecken. Aber ich prognostiziere hier mal vorsichtig ein zu spürendes Wachstum in der Richtung.</p>
<p>Die Einbindung von Internet und Social Media wird in vielen sozialen Organisationen aktuell immer mehr zum Thema. Einige große Wohlfahtsverbände sind aktiv dabei, ihre Kommunikation via Social Media auszubauen. Das bedeutet natürlich auch mehr Transparenz, mehr Partizipation, mehr Vernetzungsmöglichkeiten. </p>
<p>Es geht ja nicht darum, nur noch übers Netz zu kommunizieren. Ich denke, Vernetzung, Identität, Gemeinschaft brauchen heutzutage beides: ein gutes Zusammenspiel zwischen online und offline. </p>
<p>Es gibt schließlich kaum ein bessere Möglichkeit, die so einfach, so schnell ist und gleichzeitig so viele Menschen erreichen kann, wie ein persönlicher Kommentar, eine Nachbereitung von Tagungsergebnissen oder die Information über aktuelle Geschehnisse im Internet. </p>
<p>Woran liegt es, dass soziale Berufsgruppen im Internet noch so wenig aktiv/sichtbar sind?</p>
<p>Viele Grüße<br />
Julia</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Warum tun die denn nichts für uns? von Raimund Janßen</title>
		<link>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2011/05/15/warum-tun-die-denn-nichts-fur-uns/#comment-1351</link>
		<author>Raimund Janßen</author>
		<pubDate>Mon, 16 May 2011 13:44:05 +0000</pubDate>
		<guid>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2011/05/15/warum-tun-die-denn-nichts-fur-uns/#comment-1351</guid>
		<description>Man kann etwas tun, z.B. eine Petition unterstützen und mitzeichnen!!

Titel: Arbeitslohn-Verbesserung der Rahmenbedingungen der Sozialen Arbeit


https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=16652</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann etwas tun, z.B. eine Petition unterstützen und mitzeichnen!!</p>
<p>Titel: Arbeitslohn-Verbesserung der Rahmenbedingungen der Sozialen Arbeit</p>
<p><a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=16652" rel="nofollow">https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=16652</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Kritische Gruppen, Initiativen, Aktionen gesucht! von Wolfgang Ehrhardt</title>
		<link>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2011/03/28/kritische-gruppen-initiativen-aktionen-gesucht/#comment-1281</link>
		<author>Wolfgang Ehrhardt</author>
		<pubDate>Mon, 02 May 2011 07:14:02 +0000</pubDate>
		<guid>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2011/03/28/kritische-gruppen-initiativen-aktionen-gesucht/#comment-1281</guid>
		<description>Hallo, vor einigen Wochen ist der Arbeitskreis Kritische Sozialarbeit in Hamburg neugegründet worden. Treffen finden im 3Wochen Rhythmus statt.
Zur Zeit diskutieren wir die Hamburger Politik der "Gewaltprävention" im Jugendbereich und versuchen so, Positionen dazu zu formulieren und den AKS neu zu etablieren.
Eine homepage ist im Entstehen, das nächste Treffen findet Mitte Mai statt.
Wolfgang Ehrhardt</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo, vor einigen Wochen ist der Arbeitskreis Kritische Sozialarbeit in Hamburg neugegründet worden. Treffen finden im 3Wochen Rhythmus statt.<br />
Zur Zeit diskutieren wir die Hamburger Politik der &#8220;Gewaltprävention&#8221; im Jugendbereich und versuchen so, Positionen dazu zu formulieren und den AKS neu zu etablieren.<br />
Eine homepage ist im Entstehen, das nächste Treffen findet Mitte Mai statt.<br />
Wolfgang Ehrhardt</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Arbeitsverhältnisse:Bedingungen verbessern oder besser ablehnen?! von m.s.</title>
		<link>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2011/01/26/arbeitsverhaltnissebedingungen-verbessern-oder-besser-ablehnen/#comment-896</link>
		<author>m.s.</author>
		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 16:18:35 +0000</pubDate>
		<guid>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2011/01/26/arbeitsverhaltnissebedingungen-verbessern-oder-besser-ablehnen/#comment-896</guid>
		<description>Hallo Eiswürfel, ich kann es gut verstehen: Besser eine prekäre Stelle, wo man aber  gute Soziale Arbeit machen kann als eine prekäre Stelle, wo das nicht geht.

Aber noch besser wäre eine nicht - prekäre Stelle, wo das sehr wohl auch gehen muss  :-) . 
Und das sollte der Normalfall sein!
Wenn sich die Betroffenen nicht dafür einsetzen und gegen jede Zumutung eines prekären Arbeitsplatzes mit den Füßen abstimmen, wird das aber wohl ein Traum bleiben. 
Was du jetzt machst - so verständlich es ist - ist letztlich doch Selbstausbeutung. Und trotzdem: viel Freude und viel Erfolg in deiner Arbeit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Eiswürfel, ich kann es gut verstehen: Besser eine prekäre Stelle, wo man aber  gute Soziale Arbeit machen kann als eine prekäre Stelle, wo das nicht geht.</p>
<p>Aber noch besser wäre eine nicht - prekäre Stelle, wo das sehr wohl auch gehen muss  <img src='http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> .<br />
Und das sollte der Normalfall sein!<br />
Wenn sich die Betroffenen nicht dafür einsetzen und gegen jede Zumutung eines prekären Arbeitsplatzes mit den Füßen abstimmen, wird das aber wohl ein Traum bleiben.<br />
Was du jetzt machst - so verständlich es ist - ist letztlich doch Selbstausbeutung. Und trotzdem: viel Freude und viel Erfolg in deiner Arbeit.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Härte hilft? von Jan S.</title>
		<link>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2011/01/08/harte-hilft/#comment-835</link>
		<author>Jan S.</author>
		<pubDate>Sat, 08 Jan 2011 15:16:37 +0000</pubDate>
		<guid>http://zukunftswerkstatt-soziale-arbeit.de/2011/01/08/harte-hilft/#comment-835</guid>
		<description>Dieser Beitrag hat mir mal wieder eindrücklich ins Bewusstsein gerufen, warum ich ihren Blog regelmäßig lese. Es hilft mir u.a. bei der Bestimmung meines pädagogischen Selbstverständnisses. Vielen Dank dafür!

Jan</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Beitrag hat mir mal wieder eindrücklich ins Bewusstsein gerufen, warum ich ihren Blog regelmäßig lese. Es hilft mir u.a. bei der Bestimmung meines pädagogischen Selbstverständnisses. Vielen Dank dafür!</p>
<p>Jan</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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