5. Dieter und Suse

Roman: Das war gestern, Ackermann!

Suse

Kaum hatte er den PC eingeschaltet und das Programm angewählt, öffnete sich eine frisch eingetroffene Nachricht. Eine Frau hatte ihm geschrieben. Ihr Portrait gefiel ihm auf Anhieb. Sie sah nett und fröhlich aus und hatte nicht diesen herausfordernden Blick, den er auf den meisten anderen Fotos bemerkt hatte. Sie schrieb, dass sie sich von seinem Bild angesprochen fühlte und ihn gerne kennenlernen würde.
Was sie über sich selbst sagte, berührte etwas in ihm. Endlich mal eine Frau, die nicht vor allem ihre Selbstständigkeit wie eine Fahne vor sich her schwenkte! Und auch keine von der Sorte, die sich an jeden heranschmiss und mit ihren weiblichen Reizen auftrumpfte. Diese Frau wollte anscheinend genau das, was er auch wollte: ein glückliches, harmonisches, liebevolles Leben zu zweit.
Dass sie schrieb, sie könnte kochen, registrierte er mit Wohlwollen, betonte aber vor sich selbst, dass dieses Detail nicht den Ausschlag für seinen positiven Eindruck gegeben hätte. Er dachte ein paar Minuten nach, las noch andere Zuschriften, die ihn weniger ansprachen. Dann schrieb er dieser Suse postwendend einen netten Gruß.

Das könnte sie sein

Auf eine Antwort musste er nicht lange warten, sie traf schon nach einer halben Stunde ein. Sie freute sich, dass Dieter ihr geantwortet hatte und erzählte, dass sie vor wenigen Monaten in eine eigene Wohnung umgezogen war. Suse wohnte auch in Mülheim. Ihr Schreiben klang unkompliziert. Es hinterließ bei Dieter nicht dieses flaue Gefühl im Magen, das er so oft gespürt hatte, wenn er begonnen hatte, mit einer neuen Frau zu korrespondieren.

Sie waren sich bald einig, dass es nicht sinnvoll wäre, sich wochenlang Mails hin und her zu schicken, wo man doch ohne hin in der gleichen Stadt wohnte. Suse schlug vor, sich bald zu treffen, irgendwo in einer Pizzeria, vielleicht in der am Hessenplatz. So würden sie ja sehen, ob sie miteinander klarkämen.


Ihre direkte und unkomplizierte Art gefiel Dieter. Er bestätigte und schlug den kommenden Samstag um 13.00 Uhr in der Pizzeria am Hessenplatz vor. Sie schrieb zurück, sie freute sich und wäre sehr gespannt.

Dieter konnte den Samstag kaum erwarten. Als er dann endlich Punkt 13.00 Uhr die Gaststätte betrat – er hatte auf dem nahen Parkplatz einige Minuten im Auto gewartet, um nicht zu früh zu kommen – sah er sie hinten in dem dämmrigen Raum sitzen. Er erkannte sie gleich: eine kleine, weiche Frau, sicher sehr anschmiegsam. Sie sah ihm offen und strahlend entgegen. Sie gaben sich die Hand. Sie lachte wie ein aufgeregtes Kind.
Ziemlich distanzlos, urteilte der Psychologe in ihm. Was erwartet sie denn? Sie kommt auf mich zu, als würden wir uns schon lange kennen! Aber er verdrängte diesen Eindruck sofort wieder. Er war etwas überrumpelt von der Direktheit, mit der sie in sein Leben treten wollte. Während er ihr schließlich gegenübersaß und sie in Ruhe ansehen konnte, legten sich seine spontanen Bedenken.
Er drehte sich um und rief den Kellner. Sie bestellten je eine Pizza – er die große mit Zwiebeln und Sardellen, die mochte er am liebsten, während Suse sich mit einer Pizza Margarita zufriedengab. Dann warf Dieter einen Blick auf Suses Cola, die schon halb leer vor ihr stand.

„Wollen wir zur Begrüßung vielleicht einen Cocktail trinken?“
Suse lachte beeindruckt, schob ihre Cola von sich und meinte: „Gute Idee.“
Ein wenig nervös warteten sie, bis die Bestellung eingetroffen war. Dann hob Dieter sein Glas: „Suse, da sind wir also. Schön, dass Sie mich gefunden haben.“
Sie sah ihn überrascht an und meinte: „Aber Sie haben mich doch auch gefunden, oder nicht?“
„Ja“, sagte er und musste lachen. „Das könnte stimmen.“ Dieter fühlte sich von ihrer Direktheit angezogen. Die letzte Steifheit und jeder Anflug von Vorsicht fielen von ihm ab. Es fiel ihm leicht, sich mit dieser Frau zu unterhalten. Sie plauderte über alles Mögliche, kam vom Großen ins Kleinste und umgekehrt. Dieter hatte den Eindruck, sie suchte nicht nur einen Mann, sondern überhaupt jemand, der ihr zuhören würde – und das konnte er ausgezeichnet.
Mit einem Mal aber hielt sie inne, sah ihn mit einem spitzbübischen Lächeln an und fragte: „Und Sie, Dieter, erzählen Sie doch mal von sich. Ich bin ja so gespannt.“

Er fing an, über sein Leben zu erzählen und je länger er sprach auch über seine Gedanken und Träume. Es war eigentlich nicht seine Art, so offen über sich zu plaudern. Diese Frau hatte es ihm entlockt. Es quoll einfach so aus ihm heraus.

Sie saßen mehr als zwei Stunden zusammen. Zu dem ersten Cocktail kam ein zweiter, später ein dritter. Irgendwann gingen sie dazu über, sich zu duzen.

Plötzlich entstand eine Pause. Beide schienen zur Ruhe gekommen, als wäre nun genug gesagt. Es war Suse, die das Schweigen brach. „Dieter, ich fand es schön, mit dir zu reden. Wenn du willst, treffen wir uns wieder. Ich jedenfalls würde mich freuen.“
Dieter war überrascht, dass diese Frau, so redebedürftig und offen, wie sie bisher aufgetreten war, plötzlich ein Ende des Treffens ankündigte. Aber eigentlich entsprach das durchaus seinen Bedürfnissen. Auch für ihn wäre es angenehm, jetzt allein zu sein, sich das Gespräch noch einmal in Ruhe durch den Kopf gehen zu lassen und sich darüber klarzuwerden, was das eigentlich eben war: der Beginn von etwas oder doch nur ein einmaliges Erlebnis.
„Gut, du hast recht. Sehen wir uns in einer Woche wieder?“
Suse sah ihn einen Moment zögernd an, dann nickte sie. „Sehr gerne, wenn du es auch möchtest.“
Ihre Offenheit machte Dieter ratlos. Er war es gewohnt, dass seine Klienten ohne Vorbehalte ihre Gefühle preisgaben. Im Privatleben hingegen war er einem Menschen, der offenbar nichts zu verbergen suchte, noch nicht begegnet. Diese Frau verblüffte ihn immer neu.

Sie verließen die Pizzeria gemeinsam. Er bot ihr an, sie nach Hause zu bringen, aber sie lehnte ab. Sie würde gerne etwas laufen.
Als er losfuhr, sah er im Rückspiegel, dass sie ihm noch winkte.
Zuhause angekommen legte er sich auf sein Bett. Ihm war von den Cocktails etwas schwindelig. Erst da fiel ihm auf, dass er eigentlich nicht hätte fahren dürfen.

Was war passiert? Er war Hals über Kopf in eine für ihn ungewohnte Situation geraten. Suse gefiel ihm, ihr Lächeln, ihre offenen Augen, die Art, wie sie ihren Arm jedes Mal hob, wenn sie sprach. Auch ihre Figur fand er durchaus anziehend, wenn sie auch nicht der aktuellen Modevorstellung entsprach. Eine besonders schöne Frau ist sie nicht, dachte er, aber eine richtige Frau. Dass sie so offen über sich gesprochen hatte, und er dann selbst ins Plaudern gekommen war, kam ihm noch immer merkwürdig vor. Bei einem ersten Treffen wäre es eigentlich angemessen gewesen, sich mit etwas mehr Zurückhaltung und Vorsicht zu begegnen, überlegte er. Aber Suse hatte das nicht zugelassen. Sie hatte die Situation mit ihren zugewandten Augen und ihrer Arglosigkeit bestimmt. Er war ihr freiwillig gefolgt und das war gut gewesen. Vielleicht war es ja gerade das Richtige für mich, so aus der Reserve gelockt zu werden, sagte er sich.

Er schaltete den PC ein und sah sich noch einmal ihr Foto an. Das Bild zeigte sie von ihrer Schokoladenseite, dennoch war es unverkennbar sie, die ihn auf dem Foto anlächelte. Suse, dachte er. Er schloss die Augen. Er spürte, wie sein Herz schneller schlug. Sie ließ ihn nicht kalt. Nein, das tat sie nicht. Sein Kopf setzte offenbar ein paar Fragezeichen, aber sein Gefühl und sein Körper sagten ihm, dass er richtig lag.

Mitten in der Nacht wachte er auf. Diese Suse, das wurde ihm plötzlich klar, war zwar nicht die Frau, von der er geträumt hatte. Sie war nicht gebildet und entsprach nicht dem derzeitigen Frauenideal, aber sie war eine warmherzige Frau. Ihre Wärme gefiel ihm. Sie suchte ein Nest, in dem sie sich vor der Welt um sie herum schützen und in das sie sich zurückziehen konnte. Er würde ihr diese Geborgenheit geben können.

Das zweite Treffen

Das zweite Treffen schien der gegenseitigen Offenbarung früherer Liebesbeziehungen gewidmet zu sein. Suse erzählte von ihren schlimmen Erfahrungen mit Hansi, den sie noch aus dem Heim gekannt und dann überstürzt geheiratet hatte, als sie schwanger war. Hansi begann gleich nach der Hochzeit damit, sie zu schlagen, wenn sie ihm nicht das Geld aushändigte, das sie mit ihren Putzstellen verdient hatte. Mit der Hilfe ihrer großen Schwester hatte sie damals die Scheidung durchgesetzt und eine Abtreibung vornehmen lassen. Nur sein Name war an ihr haften geblieben.

Dieter wurde an so manche seiner Klientinnen erinnert. Wie viele von ihnen waren auf ihrer verbissenen Suche nach einem netten Mann immer wieder ausgenutzt worden und auf die Schnauze gefallen.

Auch er erzählte bereitwillig von Renate und seinem verlorenen Sohn Martin. Er sprach über die ersten Jahre seiner Ehe, die voller Hoffnung gewesen waren und vor allem aber über die Trennung. Dieter spürte, dass es ihm ein Bedürfnis war, gerader dieser Frau all das mitzuteilen. Er ließ sogar seine Studentenliebe nicht aus und die böse Enttäuschung, als sie ihn von heute auf morgen verlassen hatte. Was bittere und traurige Erfahrungen in Sachen Beziehungen betraf, standen er und Suse sich offenbar in nichts nach.

Dieses Mal hielt es sie nicht in dem dämmrigen Gastraum der Pizzeria. Nach einem Bier für Dieter und einer Cola für Suse gingen sie hinaus. Sie spazierten bei dem sonnigen Spätsommerwetter durch die Straßen von Mühlheim. Der Samstagstrubel hatte sich inzwischen gelegt. Jetzt waren nur noch wenige Menschen unterwegs, um letzte Einkäufe oder Besorgungen zu erledigen.

Ihr Gespräch riss nicht ab. Sie achteten kaum darauf, wo sie waren und welchen Weg sie einschlugen. Irgendwann sagte Suse überrascht: „Jetzt sind wir ja in der Gegend gelandet, wo ich wohne!“ Sie freute sich offensichtlich, dass sie Dieter den Park zeigen konnte, ihre Lieblingsbäume dort, die Bank, auf der sie manchmal nach Feierabend saß und den Kindern auf dem Spielplatz zusah.
Über den Rasenflächen lag heute ein Hauch von Melancholie. Obwohl die Sonne an diesem Septembertag unbeirrt strahlte, lagen auf dem Rasen verstreut zitronengelbe Birkenblätter und erinnerte daran, dass auch dieser Sommer langsam seinem Ende zuging.
Als sie den Park verließen, kamen sie an Suses Wohnung vorbei. Suse zeigte ihm die Fenster ihrer Wohnung. Aber keiner von beiden dachte daran, zu ihr hinaufzugehen.

Gegen 18.00 Uhr lud er sie zum Abendessen ein. Ein Lächeln huschte um ihre Augen. Sie nickte glücklich.
Suse machte große Augen, als sie bei dem Restaurant ankamen, das Dieter vorgeschlagen hatte. So was Vornehmes, dachte sie ein wenig erschrocken. Sie fühlte sich unsicher, während sie Dieter folgte, der zielsicher einen kleinen Tisch am Fenster ansteuerte. Der herbeigeeilte Kellner rückte ihnen die Stühle zurecht und überreichte die Menükarten. Suse starrte wie Dieter hinein, konnte aber auf die Schnelle nichts entschlüsseln. Überall standen Fremdwörter.
„Was nimmst du? Du bist natürlich eingeladen“, munterte Dieter sie auf.
Sie sah ihn an und nickte. Ihr verfügbares Geld würde für dieses Restaurant ohnehin nicht ausreichen.
„Ich nehme dasselbe wie du“, sagte sie schnell und lächelte ihn schüchtern an. Sie fühlte, wie ihr Gesicht errötete.
Dieter nickte zustimmend. Er bestellte für sie beide ein aufwendiges Menü: vorweg eine Rinderbrühe – die offenbar einen besonderen Namen hatte, den Suse aber nicht verstand –, dann Lammkoteletts mit Kroketten und Prinzessbohnen, dazu einen Salat nach Art des Hauses und hinterher eine Nachspeise mit einem merkwürdigen italienischen Namen. Dazu orderte er noch einen Weißburgunder, worunter Suse sich überhaupt nichts vorstellen konnte.

Suse und Dieter im Nobel-Restaurant

Dieter strahlte zufrieden, nachdem der Kellner alles aufgenommen hatte und in Richtung Küche verschwunden war.
„Das ist mein Lieblingsessen“, sagte er bekennend. „Magst du Lamm? Ich hoffe, du bist nicht enttäuscht.“
Er sah sie voller Vorfreude an, schien jetzt aber zu spüren, dass sie sich nicht so wohlfühlte.
„Gefällt es dir hier nicht?“, fragte er besorgt.
„Doch, sehr“, wehrte Suse nach einigem Zögern ab. Dann fügte sie etwas leiser hinzu: „In so ’nem vornehmen Laden habe ich noch nie gegessen, Dieter. Ich hoffe, ich mach dir keine Schande!“
„O Gott, Suse!“, entfuhr es Dieter überrascht. „Entschuldige, ich wollte dich nicht in Verlegenheit bringen. Ich esse auch oft nur Pommes mit Currywurst, wenn ich es eilig habe.“ Sie sah ihn zweifelnd an.
„Und ehrlich gesagt, das schmeckt mir auch“, versicherte er.

Jetzt lächelte sie wieder. „Ich bin das hier nicht gewöhnt, weißt du. Und auf dem Zettel eben standen so viele fremde Worte.“
Dieter schluckte, meinte aber dann: „Ach was, das ist alles nur Schau, Suse. Lass dich bloß nicht davon beeindrucken. Wenn es dir hier nicht gefällt, gehen wir nächstes Mal wohin, wo du dich wohl fühlst, okay?“
Suse stellte erleichtert fest, dass es für ihn offenbar ein nächstes Mal geben sollte.
Nun versank sie entspannt in dem gepolsterten Stuhl. Sie spürte, wie sich in Dieters Nähe ihre Unsicherheit sogar in diesem Nobelladen allmählich verlor.
Jetzt konnte Suse sich auch ein wenig im Restaurant umsehen. Die meisten Tische waren besetzt. Meistens waren es Paare, nur weiter hinten sah sie eine etwas größere Gesellschaft. Auf allen Tischen standen hellgelbe, schlanke Kerzen in weißen Porzellan-Ständern. Alles strahlte neben der Vornehmheit durch das warme, gedämpfte Licht auch eine angenehme Gemütlichkeit aus.
Gegen das Essen und den Wein, der gebracht wurde, war absolut nichts zu sagen. Suse musste bei der Vorsuppe nur aufpassen, dass sie nicht zu schnell aß und den Löffel so hielt, wie Dieter es tat. Er sah es und lachte sie an.
„Komm, Suse, du musst dich hier nicht verstellen. Sei, wie du bist. Du bist reizend und kannst den Leuten im Raum doch das Wasser reichen.“
„Lüg nicht so“, sagte sie spöttisch. „Ich weiß, ich bin eine dumme Gans.“
„Das bist du nicht. Du hast was, was viele Menschen nicht haben. Das ist viel mehr wert als die Vornehmheit,  wie sie hier demonstriert wird: Du bist offen, ehrlich, ungekünstelt und voller Wärme.“
Jetzt wurde Suse richtig rot. „Dieter“, sagte sie. „So was Schönes hat noch niemand zu mir gesagt.“
Dieter lächelte.

Dieses Dessert am Ende des Essens nannte er Tiramisu und es schmeckte himmlisch.
Plötzlich sah sie ihn ernst an. „Ich habe doch geschrieben, dass ich gut kochen kann. Aber so was hier, das kann ich nicht. Ich koche viel einfachere Sachen, Rouladen oder Omelette oder Frikadellen oder …“ Sie überlegte, womit sie ihn vielleicht am ehesten von ihren Kochkünsten überzeugen könnte.
„Das ist doch wunderbar, wenn man so was kann“, meinte Dieter. „Bei mir reicht es immer nur für Spiegelei oder Bratkartoffeln.“
„Dann würden dir meine sicher schmecken“, meinte sie erleichtert.

Als Dieter zahlte, erhaschte sie mit einem Blick auf die Rechnung, was das Essen für Essen ihn gekostet hatte.  Sie erschrak.
„Das war aber teuer“, flüsterte sie, als der Kellner zufrieden mit seinem großzügigen Trinkgeld gegangen war.
„Das kann ich mir auch nicht jeden Tag leisten“, flüsterte Dieter ihr beruhigend zu.

Das könnte was werden

Der Nachmittag und der Abend waren einfach wunderbar gewesen. Dieter gefiel ihr immer besser. So ein gebildeter Mann, dabei überhaupt nicht arrogant! Und er war ausgesprochen nett zu ihr, wie sie fand. Sehr nett sogar.

Die ganze nächste Woche lebte sie wie auf einer Wolke.
Als Annerose anrief, meinte die: „Ist irgendwas, Suse? Du klingst so anders als sonst.“
„I wo,“ sagte Suse hastig. „Ich habe halt gute Laune. Kann ja mal vorkommen, oder?“
Sie wollte ihrer Schwester noch nichts von ihrem neuen Glück und schon gar nichts von ihren geheimen Hoffnungen erzählen. Es war zu früh. Man soll die Dinge erst reifen lassen, bevor man sie ausplaudert, fand sie.

Auch bei der Arbeit fiel den anderen auf, dass sie beschwingter und herzlicher war als sonst.
„Da steckt ein Mann dahinter“, meinte eine ihrer Kolleginnen.
Suse grinste und schwieg bedeutungsvoll.
„Mensch, erzähl mal!“

Doch Suse schüttelte lächelnd den Kopf. Sie wahrte ihr Geheimnis. Schließlich war auch noch nichts fest. Sie hatten sich gerade erst zweimal gesehen. Vielleicht kam Dieter doch noch zu dem Schluss, dass ihm eine so ungebildete Frau nicht gefiel.

Je näher der nächste Samstag rückte, desto aufgeregter wurde sie. Dieses Mal hatten sie sich in dem kleinen Café hinter ihrem Park verabredet, wo sie schon mehrfach mit Linda gesessen und Kaffee getrunken hatte.

Dieter war dieses Mal vor ihr da und stand erfreut auf, als sie das Café betrat. In der Hand hielt er eine einzelne, langstielige Rose, die er ihr demonstrativ überreichte. Suse errötete und nahm sie dankend an. Sie wusste jedoch nicht recht, was sie jetzt mit dieser Rose anfangen sollte.
„Leg sie einfach hin, Suse. Ich freu mich, dich zu sehen.“
Suses Bedenken verflogen. Sie lächelte ihn mit großen Augen an.
Während sie sprachen und ihre Latte Macchiatos tranken, legte er mit einem Mal seine Hand auf ihre, die gerade mit dem Rosenstiel auf dem Tisch spielte. Sie rührte sich nicht, ließ sich ihren wonnigen Schreck nicht anmerken.

Später gingen sie spazieren. An diesem Samstag Ende September war mit einem Mal Herbstwetter über Mülheim hereingebrochen. Es war kühl, die Luft fühlte sich feucht an. Der Himmel war hell, aber grau. Nur im Westen sah man einen blassblauen Streifen. Trotzdem setzten sie sich auf eine Bank. Der Park war bei diesem Wetter beinahe leer, nur vereinzelt kamen Spaziergänger an ihnen vorbei.


Dieter legte einen Arm um sie. „Frierst du?“, fragte er. Es klang wie eine Entschuldigung für seinen Vorstoß. Suse schüttelte den Kopf und rückte noch ein wenig näher an ihn heran. Sofort legte er seinen Arm fester um ihre Schulter. Jetzt konnte sie die Wärme seines Körpers spüren, obwohl sie beide heute ihre Jacken anhatten. Ihr verschlug es die Sprache. Jetzt brauchte sie keine Worte mehr, um ihm nah zu sein. Nichts war zu hören, nur das Rascheln der Blätter im aufkommenden Wind. Von der Straße her hupte ein Auto. Sie wünschte sich in diesem Augenblick, dass Dieter seinen Arm nie wieder von ihrer Schulter nehmen würde. Sie hielt ganz still, erwiderte sanft, aber doch deutlich den Druck seiner vorsichtigen Umarmung. Der Wind um sie herum wurde immer stärker, doch Suse störte es nicht.

„Komm“, sagte er irgendwann.
Sie schrak auf, als sich sein Arm von ihr löste. Es fühlte sich an, als risse man ihr die Haut ab
„Komm, bei dem Wetter können wir hier nicht draußen sitzen bleiben. Dort hinten steht mein Auto.“
Sie war enttäuscht, stand aber willig auf, bereit zu gehen, wohin er wollte. Da legte er erneut seinen Arm um sie, jetzt viel selbstverständlicher, lockerer. Sie kuschelte sich an seine Seite. Wie benommen schritt sie durch den Park, vorbei an dem kleinen Weiher, der zwischen den Büschen lag.
„Hier, das ist mein Auto. Steig ein.“ Er öffnete Suse die Beifahrertür und sie nahm Platz.

„Was machen wir jetzt?“, fragte Dieter. Da sie nicht gleich antwortete, meinte er: „Wir sind ein bisschen kühl geworden. Wir sollten uns ins Warme begeben. Was hältst du davon, wenn ich dir meine Wohnung zeige? Es ist nichts Besonders, aber ganz gemütlich. Was meinst du?“
Suse blickte auf und nickte. „Gut“, sagte sie. „Dort wird es aber hoffentlich nicht so vornehm aussehen wie in dem Nobel-Restaurant neulich?“

Sie konnte plötzlich wieder scherzen. Dieter lachte auf. Sie spürte, wie sich in ihr eine gelassene Sicherheit ausbreitete.
Geduldig ließ sie geschehen, was nun absehbar war, und wonach sie sich sehnte.

Suse im Glück

Für Suse hatte eine neue Zeit angefangen. Seit gut zwei Monaten war sie nun tatsächlich mit ihrem Dieter zusammen. Meistens wohnte sie jetzt auch bei ihm, kümmerte sich um seinen ein wenig vernachlässigten Haushalt und versuchte, es ihm schön zu machen. Suse kam meist schon vor Dieter von ihrer Arbeit zurück. So konnte sie schnell die Wohnung lüften und ein bisschen aufräumen. Und sie hatte dann bereits den Tisch fürs Abendbrot gedeckt, meist auch eine Kleinigkeit gekocht oder etwas Besonderes zubereitet. Nach so vielen Wochen kannte sie seinen Geschmack recht genau und wusste, womit sie ihm die meiste Freude bereiten konnte. Heute Abend hatte sie Rühreier vorbereitet und Quark mit frischen Kräutern bereitgestellt.

Es war für Suse eine Lust, ihm beim Essen zuzusehen. So ein dankbarer Esser! Wenn es ihm schmeckte, lobte er ihre Kochkunst überschwänglich. Und es schmeckte ihm immer. Er erfreute sich am Duft der frischen Champignons oder ließ sich die Rinderbraten-Soße auf der Zunge zergehen. Man sah ihm die Befriedigung an, die ihm das Essen bereitete.

Wenn sie für Annerose gekocht hatte, achtete die nicht einmal darauf, was sie aß. Für Dieter machte das Kochen viel mehr Spaß.
Er betonte immer wieder, wie schön es für ihn wäre, nicht mehr allein zu sein. Er lobte die Mühe, die sie sich machte, um seinen Junggesellenhaushalt in Ordnung zu bringen. Und wenn sie abends im Bett lagen – oder am Wochenende auch mitten am Tag – war er der glücklichste Mann der Welt, das konnte sie sehen. Und es erfüllte sie mit Freude, dass sie es war, die diesen Mann so zufrieden machen konnte. Dass ich Dieter gefunden habe, kommt mir vor wie ein Sechser im Lotto, dachte sie immer wieder.

Dass sich so ein gebildeter Mann mit ihr abgab, mit der Suse, die noch nicht einmal einen Schulabschluss hatte, schien ihr noch immer wie ein Wunder. Und dazu war er so umwerfend zärtlich! Sie konnte von seinen Umarmungen und Küssen nie genug bekommen. Sie hatte das so lange entbehren müssen, jetzt fühlte sie sich reichlich entschädigt. Und sogar im Bett blieb er ganz sanft zu ihr. Hansi war beim Ficken grob und kalt gewesen. Ihm war es nur darauf angekommen, sich selbst zu befriedigen. Was sie dachte und fühlte, war ihm scheißegal gewesen. Dieter dagegen behandelte sie im Bett besonders rücksichtsvoll und zärtlich und freute sich offenbar, wenn es auch ihr Spaß machte. Dass es so etwas überhaupt gab!

Suse hatte Hildegard am Telefon von ihrem neuen Glück erzählt und Hildegard wollte nun unbedingt den Psychologen kennenlernen.
„Dass so einer was mit dir anfängt!“, hatte sie staunend ausgerufen.
Suse überhörte den Unterton in der Stimme ihrer Freundin. Stolz lud sie Hildegard zum Kaffee ein. Aber das Treffen verlief enttäuschend für Suse. Hildegard himmelte Dieter an, fragte ihn über seinen Beruf aus, zeigte sich beeindruckt von seinen Worten, während sie völlig zu vergessen schien, dass sie bei der Lebenspartnerin dieses Mannes eingeladen war. Suse saß dabei und hatte das Gefühl, von Hildegard weggedrängt zu werden.

Als die schließlich fort war, meinte Dieter: „Ich weiß nicht, Suse. Deine Freundin verhält sich dir gegenüber nicht sehr nett. Ich finde, sie nutzt dich aus und verfolgt nur ihre eigenen Interessen. Und wie kommt sie dazu, ständig mit mir zu flirten? Verdammt unsensibel, wenn du mich fragst!“
Suse sah Dieter erschrocken an.
„Sei mir nicht böse, Suse, aber ich glaube, du täuscht dich in dieser Frau. Wie eine Freundin hat sie sich nicht verhalten.“
„Annerose kann sie auch nicht leiden“, murmelte Suse und sah deprimiert auf ihre Füße.
„Sei nicht traurig, Suse. Für die bist du zu schade, finde ich. Du hast das nicht nötig.“ Er nahm sie fest in die Arme.

Suse beschloss, Hildegard nicht wieder einzuladen. Jetzt wo sie Dieter gefunden hatte, war sie auf deren magere Zuwendung nicht mehr angewiesen.

Urlaub zu Zweit

Inzwischen waren seit ihrem ersten Date schon ein paar Monate vergangen. Das Glück hielt an. Und morgen sollte es noch größer werden.
An diesem Abend Ende Januar lief Suse besonders geschäftig zwischen Schlafzimmer und Wohnzimmer hin und her. Er war noch nicht zu Hause, musste heute länger auf Arbeit bleiben. Suse war das recht. So hatte sie Zeit, um die Sachen für ihren kleinen Urlaub zusammenzusuchen. Wenn er ankam, wollte Suse alles fertig haben. Sorgfältig schichtete sie seine frisch gebügelte Unterwäsche in den Koffer.

Wie viele Socken würde er brauchen?

Wie hatte sie sich gefreut, als er vor ein paar Wochen mit dem Vorschlag herausgerückt war, sie könnten am Ende des Winters zusammen Urlaub machen „Einfach, damit wir die Zeit bis zum Frühling besser überstehen“, hatte er lachend gesagt. Urlaub! Sie war noch nie im Urlaub gewesen. Das war immer nur was für die anderen Leute. Auch mit Annerose hatte sie nie Urlaub gemacht. Morgen würden sie also wirklich losfahren, ins Sauerland. Dieter hatte ein Hotelzimmer am Hennesee gebucht. Die Leute dort würden sicher denken, sie wäre seine Frau. Wenn sie es genau bedachte, dann war sie das irgendwie ja auch.

Urlaubsvorbereitung

Suse klappte den Koffer zu. Ihre eigenen Sachen hatte sie schon am Vortag aus ihrer Wohnung geholt, in der sie sich seit Wochen nur noch ab und zu aufhielt. Schließlich wollte sie so oft wie möglich bei ihm sein und ihm das Leben angenehm machen.
In diesem Moment drehte sich der Schlüssel im Schloss und Dieter trat ein.
„Hallo Suse“, sagte er, kam zu ihr und küsste sie flüchtig auf die Stirn. Als er die Koffer sah, meinte er lachend: „Und meine Suse hat schon alles fertig. Du bist eine Perle! Dann können wir ja losfahren.“
Er breitete die Arme aus und Suse stürzte sich hinein. Sich so an seine Brust zu schmiegen, das war das Beste von allem! Wie hatte sie bloß so lange ohne ihn leben können?
Er packte sie um die Taille und hob sie hoch.
„Dieter“, flüsterte sie entzückt.
„Komm!“, sagte er. „Komm, wir haben ja nichts mehr zu tun.“
Er trug sie ins andere Zimmer, ließ sie behutsam aufs Bett sinken, dann war er über ihr.
„Warte, Dieter, ich mach erst die Fenster zu, ja? Sonst klopfen die Nachbarn von unten wieder gegen die Decke“, sagte sie hastig und schlüpfte noch einmal aus dem Bett. „Ich kann nichts dafür, dass ich immer so laut schreie, wenn es so weit ist. Es kommt einfach so.“ Es klang, als schämte sie sich ein bisschen dafür. Dieter bedeckte ihren Hals mit Küssen und knöpfte ihre Bluse auf. „Du darfst schreien, so laut du willst, Suse.“
„Oh, Dieter“, hauchte sie.

Das kleine Hotel, dass sie sich ausgesucht hatten, lag am Ende des Dorfes direkt an der Straße, die zum See hinausführte. An der Rezeption füllte Dieter den Anmeldebogen aus. Suse sah ihm gespannt über die Schulter. Suse Horstkamp schrieb er ihren Namen. Vielleicht wird er eines Tages Suse Ackermann schreiben, dachte sie verträumt.

Das Zimmer im zweiten Stock war freundlich eingerichtet. Suse bestaunte das strahlend weiße Bad und machte sich dann daran, die Koffer auszupacken und die Anziehsachen in dem großzügigen Schrank zu verstauen. Draußen lag eine dünne Schneedecke über der gefrorenen Landschaft. Sie konnten den weißgepuderten See von ihrem Hotelfenster aus sehen.

Der Urlaub konnte beginnen!
Jeden Tag, das hatten sie sich so vorgenommen, gingen sie Hand in Hand eine knappe Stunde draußen spazieren. Die Luft war frisch und machte Hunger.

der erste gemeinsame Urlaub

Den Rest des Tages verbrachten sie im Bett, beim Essen oder sie sahen sich alte Filme an.
Manchmal erzählten sie sich Dinge aus ihrem Leben. Es gab immer noch genug, was sie nicht voneinander wussten. Auch seinen Traum von Cadianda vertraute Dieter ihr an und versprach, mit ihr einmal zu seinem Freund Murat in die Türkei zu fahren, um ihr seine Traumstadt zu zeigen.
Suse nickte erfreut. Sie würde mit Dieter überall hinfahren. Warum nicht auch zu diesen Ruinen, dachte sie.

Sogar von seiner Arbeit erzählte Dieter. Das hatte er bisher noch nie getan. Suse lauschte andächtig und ihre Bewunderung für den Lebensberater Dieter Ackermann wurde noch größer. Während er erzählte, hing sie gespannt an seinen Lippen.
Als er von der Mutter berichtete, die die Schulden ihres Sohnes bezahlen sollte, unterbrach Suse ihn.
„Ja, das ist echt doof. Dann stehst’e da und auf einmal kannst’e nicht mehr telefonieren, obendrein hast du plötzlich ’nen Haufen Schulden am Hals. Ich hab das auch mal gehabt. Kann ich gut verstehen. Aber wenn mir das mit meinem Sohn passieren würde, bekäme der was von mir zu hören.“

Dieter schüttelte langsam den Kopf. „Die werden von morgens bis abends mit Werbung für neue Smartphones vollgestopft. Und die Klassenkameraden haben immer schon das neuste. Das ist verdammt schwer für die Kids, weißt du. Ich finde, es ist eine Schande, dass das so sein darf. Jugendliche werden ständig verführt durch das, was man ihnen vorgaukelt. Und dann zockt man sie ab. Hauptsache, das Geld kommt rein. Was mit den Jungs und Mädchen passiert, die plötzlich vor einem Schuldenberg stehen, ist denen völlig egal. Irgendwie kommen mir diese Leute vor wie Drogendealer, nur lässt man die gewähren. Das ist doch eine perverse Gesellschaft, die das zulässt und tatenlos zuschaut.“

Suse sah Dieter verwundert an. „Meine Güte, machst du dir viele Gedanken! Ich finde aber schon, die Mutter sollte ihrem Sohn mal ordentlich Bescheid sagen. Sie sieht ja, wohin es führt, wenn sie nichts dagegen tut.“
„Aber Suse, man kann das den jungen Leuten nicht einfach so vorwerfen. Die Elektronik-Industrie übt einen gewaltigen Sog auf die Menschen aus. Und Jugendliche überblicken die Folgen ihrer Käufe oft noch nicht.“
„Ach so“, sagte Suse. „Du musst es ja wissen, Dieter. Du bist der Psychologe. Und ich hab ja auch keine Kinder.“
„Ich schon“, rutschte es Dieter heraus. Suse sah, dass er das eigentlich nicht hatte erzählen wollen. Er hatte sich vor Schreck die Hand vor den Mund gehalten.
„Du? Das hast du noch nie erzählt!“
„Doch, einen Sohn, er ist jetzt 16.“
„Und, seht ihr euch nicht mal?“
„Er hat, glaube ich kein Interesse an seinem Vater“, antwortete Dieter ohne sie anzusehen.
„Wie schade! Ich würde ihn so gerne kennenlernen!“
Dieter schüttelte den Kopf.
„Nein, Suse, es hat keinen Sinn. Lassen wir es dabei“

Suse sah Dieter enttäuscht an. Wenn sie einen Sohn hätte und er würde mit ihr nichts zu tun haben wollen, das würde sie nicht so stehen lassen, da war sie sich sicher.
Dieter zuckte etwas verloren mit den Schultern und schnitt ein anderes Thema an.

Ein anderes Mal erzählte er von Paul.
„Wieso schreibt der was für Außerirdische? Meinst du das in echt? Oder spinnt der nur?“, fragte sie voller Interesse.
„Er glaubt, dass sie ihn beauftragt haben. Er denkt das nur. Aber was er aufschreibt, das ist sehr bemerkenswert, finde ich.“
„Und warum kommt er dann zu dir?“, wollte sie wissen.
„Er kann sich nicht damit abfinden, dass er ganz allein zwischen Milliarden anderen auf der Welt ist. Das macht ihm Angst.“
„Der hat wohl keine Freundin?“ Suse grinste.
„Das ist es nicht, Suse. Ich glaube, er fühlt sich in dieser Welt einfach fremd.“
„Komischer Kerl“, meinte Suse. „Ich glaube, dem möchte ich nicht begegnen.“

Dieter seufzte. Weitere Versuche, ihr von seiner Arbeit zu erzählen, machte er nicht.

Über m.s.

Ich war 18 Jahre Professorin für Soziale Arbeit an der FH Jena (Methoden, Hilfen zur Erziehung, Schulsozialarbeit). Davor war ich 18 Jahre in der Praxis. Studiert habe ich Psychologie in Münster und Soziale Arbeit in Frankfurt a.M. Bücher: Schwarzbuch Soziale Arbeit Engaging Hilfe zur Erziehung zwischen Professionalität und Kindeswohl Das kann ich nicht mehr verantworten Ambulante Hilfe zur Erziehung und Sozialraumorientierung
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