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8.4.2012 von m.s..
Grundprinzipien einer Öffentlichkeitsarbeit, die zur Veränderung des Bildes der Sozialen Arbeit führen soll
Vorbemerkung:
Das Bild der Öffentlichkeit, der anderen sozialen Fachkräfte und auch der Medien kann sich nur ändern, wenn die Profession und ihre Mitglieder anfangen, geschlossen, selbstbewusst, hochkompetent zu agieren und dieses nach außen zu tragen.
Die Veränderungen nach innen (Schaffung von Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl der Professionellen) sind in gewissem Sinne Voraussetzungen für die Veränderung nach außen. Dennoch bleibt nichts anderes übrig, als beide Ziele zeitgleich zu verfolgen.
Andererseits sind manche Entwicklungen nach innen auch eine Art Reflex von Erfolgen und Veränderungen der Bedeutung nach außen.
1. Öffentlichkeitsarbeit muss ernst genommen werden
Öffentlichkeitsarbeit kann man nicht so nebenbei machen.
2. Unsere Öffentlichkeitsarbeit muss wirklich unsere sein. Wir sollten Öffentlichkeitsarbeit im eigenen Interesse betreiben:
Wir müssen wegkommen von einem Verständnis, dass es bei Öffentlichkeitsarbeit darum geht, einem imaginären Kunden das eigene Produkt zu verkaufen und es deshalb so darzustellen wie auf Werbeplakaten. Weg von der Schönfärberei der Berichterstattung – an Träger und Geldgeber aber auch an Öffentlichkeit. Nur dann wird man ernst genommen, wenn man die Souveränität hat, realistisch zu sein.
Öffentlichkeitsarbeit im eigenen professionellen Interesse heißt,
Beispiele:
3. Negative Konnotation der Sozialen Arbeit bekämpfen durch positiv bewertete Begriffe
Wenn man das in der 1. Folge dieser Gedankenserie beschriebene Außenbild unserer Profession ansieht, so sind die gegenwärtig wirkenden Konnotationen: !
“wirkungslos, zu teuer, kann jeder, brauche ich nicht….”
4. Inhalte konkret, verständlich, anschaulich vermitteln
Es geht in unserer Öffentlichkeitsarbeit nicht darum, uns als Fachdisziplin darzustellen, die so akademisch und wissenschaftlich ist, dass sie keiner versteht.
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3.4.2012 von m.s..
1. Soziale Arbeit soll von der Öffentlichkeit, der Fachöffentlichkeit und der Politik sowie den Medien zur Kenntnis genommen werden.
Dabei will Soziale Arbeit Achtung und Respekt für ihre Ausbildung und ihre Leistungen erfahren.
Es gilt zu informieren über die eigene Profession in folgendem Sinne:
3. Die Öffentlichkeit soll dafür sensibilisiert werden,
Damit soll in der Öffentlichkeit eine Basis entstehen, auf der die gegenwärtigen Problemlagen und Gefährdungen, Kämpfe und Forderungen der kritischen Kräfte verstanden werden können und ihre Rechtfertigung mitgetragen wird.
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29.3.2012 von m.s..
ZIELE UNSERER IDENTITÄTSARBEIT
1. AKTEURE im Kontext der Entwicklung einer selbstbewussten beruflichen Identität als Soziale Arbeiterinnen
hat im Zusammenhang mit Berufsidentität und professionellem Selbstbewusstsein der Sozialen Arbeit eine wichtige Rolle. Je mehr sie dazu bereit ist, nicht distanziert über die Praxis zu forschen und sinnieren und sie nicht nur zu analysieren, sondern für eine wissenschaftlich geleitete, sozialwissenschaftlich geerdete professionelle Praxis ist der Fachwelt und der Öffentlichkeit gegenüber aufzutreten, des leichter wäre es für PraktikerInnen, sich als selbstbewusste Professionelle zu erleben und zu verhalten.
Die PRAXIS aber muss selber anfangen,
sich zu rühren, das eigene Selbstbewusstsein zu entwickeln und zu zeigen.
2. RESSOURCEN und WEGE
zur Entwicklung einer selbstbewussten beruflichen Identität als Soziale Arbeiterinnen
und auch jede informelle Form des Zusammenschlusses –
Vermittlungsebenen und Instanzen
Internetpräsens, die das gemeinsame Anliegn und die Identität als Sozialarbeitende stärkt
Aktionen um Präsens zu zeigen,
z.B.:
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26.3.2012 von m.s..
Das Selbstbewusstsein des einzelnen Sozialarbeitenden ist eher gering (keine vertiefte, “nur” breite Ausbildung, nur “kleiner Psychologe“…, Identifikation mit der abgewerteten Klientel, geringer Status, Einkommen zum Teil am Existenzminimum, kein Bewusstsein von der eigenen beruflichen Autonomie…, Professionelle stellen sich in der Praxis oft Laienarbeit gleich, haben Hemmungen, sich als Professionelle darzustellen.
Der Zusammenhalt als Berufsgruppe ist oft sehr schlecht. Jeder kämpft so zu sagen für sich allein. Der Organisationsgrad in Gewerkschaften ist ziemlich gering. Der Berufsverband ist den KollegInnen eher unbekannt.
Deshalb gibt es auch keinen, der für die Profession sprechen kann, der sie nach außen inhaltlich, fachlich und berufspolitisch vertreten kann.
Schon die in Sachen Soziale Arbeit „engagierten“ Gewerkschaften bilden selber die Zerrissenheit und Marginalität der Sozialen Arbeit ab, s. GEW, s. ver.di
Es gibt dagegen unglaublich viele fachspezifische Zusammenschlüsse.
Arbeitsbereiche der Sozialen Arbeit gegeneinander auszuspielen ist auf diesem Hintergrund ein Leichtes.
Es gibt kaum ein Verständnis von „der“ Sozialen Arbeit. Die meisten PraktikerInnen würden ihre Arbeit arbeitsfeld- oder zielgruppenspezifisch benennen und beschreiben. KollegInnen aus voneinander weit entfernten Arbeitsfeldern haben nicht mehr den Eindruck, den gleichen oder gar denselben Beruf auszuüben.
Die theoretischen, ethischen und methodischen Kernelemente der Profession werden von den PraktikerInnen nicht mehr wahrgenommen, bestenfalls als ein dahinterstehendes, gut gemeintes Konzept, das aber nicht trägt.
Soziale Arbeit hat deshalb nur wenig Halt in sich. Soziale Arbeit nimmt oft einfach die Form und Gestalt an, die ihr von außen angeboten oder auch vorgeschrieben wird. Es gibt kein Selbstverständnis beruflicher Autonomie.
Nicht wenige Sozialarbeitende glauben selber nicht an ihre Professionalität und arbeiten aus dem Bauch heraus mit wenig oder eher zufälliger Qualität. Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit klaffen auseinander.
Die Theorie hält sich zurück, wenn es darum geht, Praxis zu orientieren. Theorie ist außerdem natürlich selber in unterschiedliche Positionen gespalten.
Damit bleibt die Kraft und bleiben die Chancen der Theorie für die Orientierung, Profilierung der Praxis nach außen ungenutzt.
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24.3.2012 von m.s..
mit diesem Thema werde ich mich in den nächsten Blogbeiträgen befassen.
Die Öffentlichkeit sieht die Soziale Arbeit in großen Teilen so: “Soziale Arbeit kann jeder, sie wirkt nicht, ist viel zu teuer, man braucht dafür keine Ausbildung, das sind keine Fachleute, da gehe ich lieber gleich zu …
Die problematische, aktuelle Entwicklung in der Sozialen Arbeit wird deshalb auch meist als notwendige Modernisierung, als erforderliches Zurechtstutzen von Auswüchsen gesehen nach dem Motto: “Der Staat sorgt endlich mal dafür, dass diese Verschwendung aufhört….”
Die Medien verbreiten im Wesentlichen folgendes Bild: Soziale ARbeit in ihrem Alltag ist nicht interessant, sie ist nur bei Skandalen spektakulär genug. Aber sie ist geeignet sich durchaus fürs Fernsehnachmnittagsprogramm. Die Medien transportieren und bestätigen weitgehend das Bild, wie es in der Öffentlichkeit in weiten Teilen schon herrscht:
Die eigentliche Profession Soziale Arbeit wird nicht zur Kenntnis genommen, wird negiert, ihre Existenz wird unterschlagen, manchmal wird sie direkt geleugnet und ihre Leistungen werden anderen Berufsgruppen zugeschlagen.
Die kritischen und sozial engagierten Medien handeln meistens leider nicht viel anders. Hinzu kommt, dass sie - da sie die Soziale Arbeit nicht wirklich richtig wahrnehmen – auch deren Bedrohung nicht ernst nehmen und nicht kapieren, dass es sich bei der Berufsgruppe und ihren kritischen VertreterInnen um einen Teil der kritischen Bewegung dieser Gesellschaft handelt. Damit bringt sich die linke, kritische Bewegung um Akteure, die in ganz besonderem Maße von ihrem Aufgabenfeld her geeignet wären, gesellschaftliche Analysen zu leisten und Forderungen zu untermauern.
In der Politik wird die Soziale Arbeit heute als Besitzstand der Politik und der Verwaltung verstanden, die man ganz konkret zur Umsetzung neoliberaler, kostenreduzierender und neokonservativer Absichten nutzen kann.
Die kritischen Kräfte sind aus ihrer Sicht die „Ewig Gestrigen“.
Die Politik versagt der Profession ihre Autonomie, verleugnet das Doppelte Mandat – und sitzt am Hebel, weil sich Soziale Arbeit nur aus Steuermitteln finanzieren kann, da ihr AdressatInnen sie nicht kaufen können und weil ihre AdressatInnen sie auch gar nicht kaufen würden.
Da das oben beschriebene Bild in der Öffentlichkeit besteht, der Sozialarbeiterberuf in der Öffentlichkeit über kein klares Profil und über keine öffentliche Anerkennung und Achtung verfügt, da es also keine Lobby für Soziale Arbeit gibt, da die Medien die Forderungen der Politik eins zu eins umsetzen und vor allem auch, da die Profession sich nicht wehrt, sich nicht mit einer Stimme zu Worte meldet und weil sie nicht über ein professionelles Selbstbewusstsein verfügt – ist es für die Politik ein leichtes, ihre Modernisierungsabsichten durchzusetzen.
Die weitere Fachöffentlichkeit (verwandte Berufsbereiche wie Lehrer, Ärzte, Sozialrichter, Psychologen) sieht in der Sozialen Arbeit keine eigene Profession, sondern eine eklektizistische vorgehende, nur begrenzt ausgebildete Truppe, die man als Hilfskräfte einsetzen kann. SozialarbeiterInnen sind keine FachkollegInnen, mit denen man auf Augenhöhe sprechen und verhandeln wird.
Folgerung:
In den folgenden Texten möchte ich mich deshalb zunächst mit der notwendigen Berufsidentität in unserer Profession auseinandersetzen.
Anschließend mache ich mir Gedanken zu den Zielen, Aufgaben und Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit Sozialer Arbeit.
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18.3.2012 von m.s..
In einem Workshop mit der Fragestellung: “Wie weit können wir weiterhin eine fachlich qualifizierte Arbeit leisten ohne der Wirtschaftlichkeit zu unterliegen?” sprachen wir lang über die Folgen der Ökonomisierung für unsere Profession und über die Tatsache, dass mit der Betriebswirtschaft die Soziale Arbeit von einer fachfremden Disziplin beherrscht und überformt wird, die nicht in der Lage ist, die Kernelemente und Kernanliegen der Sozialen Arbeit zu erfassen und zu berücksichtigen.
Und alles bleibt beim Alten.
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23.2.2012 von m.s..
Mahnwache 4 am 2.3.2012 - neuer Ort in Berlin
Treffen 9.30 Uhr vor der Rheinland-Pfälzischen Vertretung, In den Ministergärten 6, 10117 Berlin.
Das Bündnis Kinder - und Jugendhilfe - für Professionalität und Parteilichkeit
läd ein zur 4. Mahnwache:
Die ersten drei Mahnwachen haben sehr wohl bei denen, die wir damit ansprechen wollten, deutliche Reaktionen und Wirkungen hervorgerufen. Man sieht uns als lästige Radaugruppe, die die ernsthaften PolitikerInnen und VertreterInnen von Trägerverbänden und Verwaltungen bei ihrer wichtigen Arbeit stören will. Man teilte uns mit, es sei doch demokratische Gepflogenheit, dass erst mal die Politik in Ruhe und mit Hilfe ihrer eigenen Sachkompetenz Entschlüsse vorbereitet und diese dann - früh genug - vor der entgültigen Entscheidung den Betroffenen noch zur Kenntnis gibt.
Wir haben da aber ein etwas anderes Demokratieverständnis! Wir, die betroffene und die fachlich kundige Profession muss von vorne herein beteiligt werden, wenn es darum geht, in ihrem Arbeitsfeld neue Strukturen zu setzen, die nicht nur für die Profession wichtig sind, sondern das Schicksal von zig tausenden AdressatInnen mitbestimmen und ihre Biographie beeinflussen wird. Die Expertise gerade der kritischen VertreterInnen der Profession muss gehört und berücksichtigt werden. Wir fordern einen demokratischen Diskussionsprozess auf Augenhöhe.
Deshalb werden wir uns mit neuen Mahnwachen auch weiterhin in Erinnerung bringen, sichtbar, gegenwärtig und unüberhörbar.
Das nächste Treffen der A-Länder- Staatssekretäre findet am Fr., 2.3. ab 10.00 in der Rheinland-Pfälzischen Vertretung, In den Ministergärten 6, 10117 Berlin statt.
Wir treffen uns deshalb am 2.3. um 9.30 Uhr genau an diesem Ort.
zum Themenhintergrund: http://www.einmischen.info/23.html
Filme von der 1. Mahnwache: http://www.youtube.com/watch?v=9HRnuTZJNI4
http://www.youtube.com/watch?v=AtCveDvp2ps&feature=related
Und nicht vergessen: am 29.5. zum gleichen Thema eine große Veranstaltung in Berlin:
ab 16.00 Uhr Straßenaktionen nach dem Motto:
Soziale Arbeit INPOTENT? Soziale Arbeit IMPORTANT!
18.30 in der Pumpe e.V. die große “Konzeptschlacht” um die Zukunft der Hilfen zur Erziehung mit Statements von WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen und viel Diskussion mit dem Publikum.
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21.2.2012 von m.s..
Das UFo (unabhängige Forum für kritische Soziale ARbeit, www.einmischen.com) plant ein Buchprojekt.
Auf dem Aktiventreffen des UFo entstand die Idee, (anonymisierte), konkrete, nachvollziehbare Fallschilderungen aus der Praxis der Sozialen Arbeit (alle Arbeitsfelder) zu sammeln und zu veröffentlichen.
- Zum einen ginge es darum, deutlich zu machen, wie wir arbeiten, was wir als Sozialarbeitende leisten, mit welchen Problemen sich unsere Klientel und damit auch wir herumschlagen müssen. Hier ginge es also darum, unsere Erfolge zu zeigen.
- Zum zweiten muss endlich laut gesagt werden, dass unsere Profession unter Bedingungen arbeiten muss, die sie behindern und die verhindern, dass wir unsere professionellen Möglichkeiten und Chancen wirklich ins Feld führen können.
Und es muss deutlich werden, wer und was eigentlich die so gerne von den Medien breitgetretenen Skandale in unseren Arbeitsfeldern zu verantworten hat: nämlich die, die uns die Bedingungen verweigern, die wir brauchen, um gute, bessere Soziale Arbeit machen zu können. Wir müssen deutlich machen: hier liegen die eigentlichen Skandale der Sozialen Arbeit.
Wir alle ärgern uns ständig über das von den Medien produzierte und von der Politik forcierte falsche Bild, das die Öffentlichkeit von unserer Profession hat. Und wir ärgern uns über die von den Medien verzerrten, uns, unsere Arbeit und vor allem unsere Klientel diskeditierenden und zum Teil entwürdigenden Darstellungen bei Fallschilderungen.
Lasst uns dazu nicht mehr schweigen! Lasst uns selber - konkret, kritisch und mit Respekt vor unserer Klientel - schildern, was wir tun, mit welchen Problemen wir zu tun haben und was wir leisten und leisten könnten
wer mehr wissen möchte: s. http://www.einmischen.info/25.html
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29.1.2012 von m.s..
Am kommenden Freitag den 3.2. um 10.00 Uhr
treffen sich zum 3. Mal die Gegner der gegenwärtigen Planungen, das Recht auf Hilfe zur Erziehung in Zukunft im Wesentlichen nur noch durch sogenannte Infrastrukturmaßnahmen im Stadtteil abzusichern und zu gewährleisten. Hilfen zur Erziehung im Sinne des KJHG, als individuelle, persönliche, als Lernprozess und Beziehungsarbeit gestaltete Soziale Arbeit wird es nur noch in Ausnahmefällen geben, dann nämlich, wenn all die Angebote des Stadtteil nachweislich nichts gebracht haben. Eine Soziale Infrastruktur ist wichtig. Sie wäre besser, wenn sie nicht von denselben Leuten seit Jahren kaputtgespart worden wäre, die jetzt nach ihr schreien und behaupten, sie könnten die Einzelfallhilfen ersetzen! Und das Ganze zur Hälfte der bisherigen Mittel, und wenn möglich mit noch weniger Geld.
Die Mahnwache findet von 10.00 Uhr bis ca. 12.00 Uhr vor der Hamburger Landesvertretung Jägerstr. 3 statt. Bitte gute Laune und was zum Krach machen mitbringen, damit man uns endlich hört!
zur Erinnerung: Worum es geht:
In der Welt wurde am 25.1. ein Bericht über die jetzt vorgelegte gemeinsame Erklärung der Hamburger Sozialbehörde mit den Verbänden vorgestellt. Hier nachzulesen: welt-am-2512012.doc
Hier steht eigentlich alles drin.
Alles, was es bei der Problematik an Fachlichem zu bedenken gäbe, wird einfach weggewischt:
Auch der Betrug mit dem nicht angetasteten Rechtsanspruch springt hier deutlich ins Auge.
Träger und Wohlfahrtsverbände, die die Abschaffung des Rechtsanspruches befürchtet hatten, sind jetzt beruhigt. Das Recht bleibt erhalten. Was faktisch passiert, scheint dann nicht mehr so beunruhigend.
Aber was nutzt ein Recht, das so weit an den Rand geschoben wird, dass es keiner mehr wählt bzw. wählen möchte?
Was nutzt ein Recht, dass von seinen im Gesetz klar formulierten Kontexten und Ausführungsbestimmungen als individuelle Hilfe (§27 KJHG) entfernt wird und in Zukunft einfach dadurch erfüllt werden soll, dass die Betroffenen auf mehr oder weniger gute, aber auf alle Fälle mit dieser Aufgabe hoffnungslos überforderte Angebote der sozialen Infrastruktur verwiesen werden?
Hier wird per Politik und Verwaltung die Bezeihungsarbeit, der kommunikative Kern unserer Profession, aus der Sozialen Arbeit einfach herausgestrichen.
Und hier werden KlientInnen, genau wie bei HARTZ IV, auf Angebote mit Kommstruktur verwiesen. Wenn diese nicht helfen, wenn diese mit den Ressourcen der AdressatInnen nicht kompatibel sind, wenn unsere Klientel diese Angebote nicht wahrnehmen oder nicht für sich nutzen kann, dann ist es eben ihr Pech und ihre Schuld. Sie wurden aktiviert und Schuss. Sie bekamen ja ein Angebot, damit wurde ihr Rechtsanspruch angeblich erfüllt und nun ist es ihre Sache, wenn sie trotzdem nichts damit anfangen.
So läuft das im SGB II schon länger. Im SGB VIII wird diese sozialpolitische Strategie des aktivierenden Staates gerade nachvollzogen.
Und so viele machen einfach mit und finden gar nichts dabei!
Mahnwache am 4.12. 2011
mehr zum Thema unter:
www.einmischen.com
http://sozialearbeit.einmischen.info
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5.1.2012 von m.s..
z.B. in Hessen: Information des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes an den AK Erzieherische Hilfen
“AK Erzieherische Hilfen
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,im Rahmen des Sitzung der Vertragskommission SGB XII hat der Vertreter des Hessischen Landkreistages angekündigt, das dieser kommunale Spitzenverband die “Hessische Rahmenvereinbarung für die Gestaltung der Einzelvereinbarungen über Leistungsangebote, Qualitätsentwicklung und Entgelte nach §§ 78a ff SGB VIII” noch in diesem Jahr 2011 kündigen wird. Damit läuft die Hessische Rahmenvereinbarung zum Ende 2012 aus.
Als Gründe wurden die Reduzierung von Standards und die damit verbundenen Kosteneinsparungen angegeben.
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