Spannende Fragen meiner LeserInnen

Für meine nächsten Vorträge haben mir die EinladerInnen Fragen und Themen geschickt, die sie gerne mit mir und untereinander diskutieren möchten.

Ich finde diese Punkte so relevant und spannend, dass ich sie hier für alle meine LeserInen veröffentliche.

  • Welche institutionellen Regeln oder Anforderungen beeinflussen meine Arbeit am stärksten?
    Welche Aufgaben erleben ich als fachlich sinnvoll — welche eher als Verwaltung oder Kontrolle?

  • Gibt es Situationen, in denen ich gegen meine professionelle Haltung handeln muss?

  • Wie gehe ich mit Widersprüchen zwischen eigenem Anspruch und institutionellen Anforderungen um?

  • Wo sind wir Unterstützung, wo Kontrollinstanz?

  • Welchen Einfluss haben die Finanzierungen auf unsere Arbeit?

  •  Ist es möglich, unter aktuellen Bedingungen die Arbeitsethik aufrecht zu erhalten?

  • Wie können wir uns politisch einmischen, um auf die gesellschaftlichen Ursachen von Sucht und Ausgrenzung hinzuweisen, statt nur die Symptome innerhalb eines mangelhaften Systems zu verwalten?
  • Wohin führt perspektivisch der Weg der Suchthilfe, wenn die Bestimmung der Effizienz als Leitgrad des Erfolges zählt? 
  • Was können wir konkret tun, vor Ort am Klienten oder im nächsten Gremium oder Ausschuss, um unsere Ziele und Werte der Suchthilfe authentisch gegen die stetig vorangeschrittene Effizienzlogik der Marktwirtschaft in den Kommunen und Städten zu verteidigen?
  • Was bedeutet es für unseren Professionalisierungsdiskurs, wenn die  Beziehungsarbeit mit den Menschen zunehmend als etwas negatives bewertet  wird?
  • Warum ist die Verschlechterung der Bedingungen unserer Arbeit so selten Teil der öffentlichen und auch der disziplineigenen theoretischen Debatte?
  • Welche konkreten Handlungsebenen gibt es, auf denen sich die Sozialarbeiter*innen politisch beteiligen können, um nicht tatenlos hinnehmen zu müssen, wie der Alltag der Klient*innen und der Arbeitsalltag der Sozialarbeiter*innen immer schwieriger wird?

Bleib im Bilde!

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Über m.s.

Ich war 18 Jahre Professorin für Soziale Arbeit an der FH Jena (Methoden, Hilfen zur Erziehung, Schulsozialarbeit). Davor war ich 18 Jahre in der Praxis. Studiert habe ich Psychologie in Münster und Soziale Arbeit in Frankfurt a.M. Bücher: Schwarzbuch Soziale Arbeit Engaging Hilfe zur Erziehung zwischen Professionalität und Kindeswohl Das kann ich nicht mehr verantworten Ambulante Hilfe zur Erziehung und Sozialraumorientierung
Dieser Beitrag wurde unter Anmerkungen zu meinem neuen Buch, Lage der Sozialen Arbeit, Soziale Arbeit und Ökonomisierung, Soziale Lage unserer Klientel, Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

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